Amberg
12.06.2026 - 21:36 Uhr

Psychische Gesundheit: Mut-Tour 2026 macht Halt in Amberg

4100 Kilometer, 13 Etappen und mehr als 50 Aktionstage – die radelnden Teilnehmer der Mut-Tour 2026 wollen das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu stärken. Auch in Amberg gab es einen Stopp.

Die Mut-Tour 2026 hat in dieser Woche auch in Amberg Station gemacht. Seit 2012 setzt sich die Initiative für mehr Austausch und Zusammenhalt von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Bild: M. Schmidt
Die Mut-Tour 2026 hat in dieser Woche auch in Amberg Station gemacht. Seit 2012 setzt sich die Initiative für mehr Austausch und Zusammenhalt von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein.

Die Mut-Tour 2026 hat in dieser Woche am 9. Juni in Amberg Station gemacht. Seit 2012 setzt sich die Initiative für mehr Austausch und Zusammenhalt von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Betroffene, Angehörige und beruflich Helfende fahren auf Tandems oder wandern gemeinsam durch Deutschland. Unterwegs sprechen sie offen mit Journalisten, Passanten und Entscheidungsträgern über ihre Erfahrungen, wie die Organisation mitteilt.

Die Tour startete Ende Mai in Kassel. Nach 4100 Kilometern, dreieinhalb Monaten, 13 Etappen und mehr als 50 öffentlichen Aktionstagen und zahlreichen Interviews fährt das letzte Etappen-Team am 12. September in Bremen zum Finale ein.

Unter dem Motto „Gemeinsam irre mutig“ fördert die Mut-Tour den offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen. Sie ist ein Outdoor-Projekt, das Vertrauen, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit erfahrbar macht. Übernachtungen in der Natur, wetterunabhängige Routen und über 55 Tageskilometer erfordern Mut und stärken die Resilienz der Teilnehmer.

Anais Braun ist Teilnehmerin seit 2024 und betont: „Es darf keinen Unterschied mehr machen, ob ich anderen sage, ich gehe heute Nachmittag zum Zahnarzt oder zum Psychotherapeuten.“ Marcel Schmitz, seit 2022 dabei, ergänzt: „Wenn man in Bewegung kommt, kommt man wieder in Verbindung – mit der Natur, mit Menschen und mit sich selbst.“

Auch 2026 sind deutschlandweit zahlreiche Aktionstage in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen geplant. Infostand-Aktionen, Lesungen und vieles mehr rund um das Thema psychische Gesundheit werden angeboten. Dabei stellen sich neben der Mut-Tour auch lokale Vereine und Organisationen mit ihren Unterstützungsangeboten vor. Interessierte können bei Mitfahr- und Mitwander-Aktionen die Etappenteams für wenige Stunden begleiten.

Birgit Fruth, zweite Bürgermeisterin von Amberg, lobte den Mut der Teilnehmer: „Sich mit Depressionen zu outen, dazu gehört viel Mut. Nur wenn man darüber spricht, findet man einen Weg raus.“

In Deutschland sind jährlich fast 18 Millionen Erwachsene von einer psychischen Erkrankung betroffen, das ist mehr als jede vierte erwachsene Person – dennoch fühlen sich viele Menschen allein gelassen und erfahren Stigmatisierung.

Diese Meldung basiert auf Informationen der MUT-TOUR und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.