Amberg
23.10.2026 - 08:48 Uhr

Quartiersprojekt in Ammersricht-Wagrain startet: Zukunft gemeinsam gestalten

In Ammersricht-Wagrain hat ein neues Quartiersprojekt begonnen. Ziel ist es, die Stärken des Stadtteils sichtbar zu machen und die Menschen zu vernetzen. Die Zukunft des Stadtteils soll gemeinsam mit der Bevölkerung gestaltet werden.

Quartiersprojekt Ammersricht-Wagrain: Zukunft gemeinsam gestalten. Bild: Sarah Gallitzendörfer
Quartiersprojekt Ammersricht-Wagrain: Zukunft gemeinsam gestalten.

Am 1. Oktober beginnt in Ammersricht-Wagrain ein neues Quartiersprojekt. Träger des Projekts ist das Diakonische Werk Oberpfalz Mitte-Nord e. V., gefördert durch die Stiftung Deutsches Hilfswerk mit Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie. Die Evangelische Auferstehungsgemeinde und die Stadt Amberg sind als Kooperationspartner beteiligt. Ziel des Projekts ist es, die vorhandenen Stärken des Stadtteils sichtbar zu machen, Menschen zu vernetzen und gemeinsam mit der Bevölkerung die Zukunft des Stadtteils zu gestalten.

Öffentliche Auftaktveranstaltung

Am Sonntag, 25. Oktober, findet von 14 bis etwa 17 Uhr die öffentliche Auftaktveranstaltung im Evangelischen Gemeindehaus in der Dollackerstraße 27 in Amberg statt. Eingeladen sind alle Bewohner, Vereine, Einrichtungen und Interessierte, ausdrücklich auch Familien, Kinder, Jugendliche und Ältere. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was macht Ammersricht-Wagrain heute lebenswert? Was soll erhalten bleiben? Was fehlt? Welche Potenziale gibt es – und wie wünschen sich die Menschen ihren Stadtteil in Zukunft? Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die weitere Quartiersentwicklung ein.

Beteiligung der Bevölkerung

Quartiersentwicklung beginnt nicht mit einem fertigen Maßnahmenkatalog. Zunächst wird genau hingeschaut: Welche Einrichtungen, Vereine und Angebote gibt es schon? Wo treffen sich Menschen? Wer engagiert sich? In den kommenden Monaten werden Angebote und Einrichtungen erfasst, Akteure vernetzt und bei Ortsbegehungen die Wege, Treffpunkte und Orte des Stadtteils erkundet. Der Blick geht dabei ebenso nach vorn. Die Bevölkerung wird älter, Familien- und Lebensformen wandeln sich, und damit verändern sich auch die Ansprüche an Begegnung, Unterstützung, Mobilität und Teilhabe.

Sarah Gallitzendörfer, Soziologin und verantwortlich für die Quartiersentwicklung, erklärt: „Quartiersentwicklung beginnt für mich mit zwei Fragen: Was trägt diesen Stadtteil heute – und was braucht er morgen? Wir wollen sichtbar machen, was bereits da ist, Menschen und bestehende Strukturen besser miteinander verbinden und daraus gemeinsam entwickeln, was zu Ammersricht-Wagrain passt.“

Zukunftswerkstatt als zentrales Format

Ein zentrales Format soll eine Zukunftswerkstatt werden. Dort können Bewohner, Vereine, Einrichtungen und weitere Akteure gemeinsam Zukunftsfragen diskutieren, Ideen entwickeln und an konkreten Lösungen für den Stadtteil arbeiten. Auch der endgültige Name des Quartiersprojekts soll nicht vorgegeben, sondern gemeinsam im Quartier entwickelt werden.

Für die Quartiersentwicklung verantwortlich ist die Soziologin Sarah Gallitzendörfer. Sie steuert den Beteiligungsprozess, erfasst die Stärken und Bedarfe im Stadtteil und entwickelt mit den Menschen vor Ort die nächsten Schritte, bis hin zur Zukunftswerkstatt. Bernhard Trummer ist als Ansprechpartner direkt im Quartier präsent. Er lernt Bewohner, Vereine und Einrichtungen kennen, ist vor Ort ansprechbar und begleitet die Umsetzung im Alltag.

Auf Seiten des Trägers begleitet Diakon Karl Rühl als Vorstand des Diakonischen Werks Oberpfalz Mitte-Nord e. V. das Projekt, Pfarrer Stefan Fischer und die Evangelische Auferstehungsgemeinde unterstützen den Aufbau. Das Evangelische Gemeindehaus in der Dollackerstraße 27 soll zu einer offenen Anlaufstelle und einem Ort der Begegnung werden. Die Quartiersarbeit selbst findet im gesamten Stadtteil statt, überall dort, wo Menschen leben und sich begegnen.

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