04.02.2020 - 16:29 Uhr
AmbergOberpfalz

Radl-Hochgarage für Ambergs Altstadt und Parken im Laden

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Eine Radl-Hochgarage mitten in der Altstadt: Für OB Michael Cerny ist diese Idee gar nicht abwegig. Und ein mögliches Objekt dafür könnte es auch schon geben: Das einstige Geschäftsgebäude von Rupert Natter in der Unteren Nabburger Straße.

Rund 30 Leute beteiligten sich am Altstadtspaziergang der CSU-Stadtmitte, der vor allem sanierte Altbauten wie hier das Vis-à-vis in der Lederergasse, aber auch noch nicht angepackte Objekte wie zum Beispiel im Proviantamtsgäßchen in den Blick nahm.
von Thomas Amann Kontakt Profil

Es war gewissermaßen der Clou zum Abschluss eines Altstadtspaziergangs, den der stellvertretende Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Stadtmitte am Sonntagnachmittag servierte. Letzteres im wahrsten Sinn des Wortes, denn Rupert Natter hatte am Ende des knapp eineinhalbstündigen Fußmarsches für Mitglieder und interessierte Bürger zum Imbiss in jenes Gebäude eingeladen, das einst einen Drogerie-, später einen Supermarkt und einen Haushaltswarenladen beherbergte.

Der länglich-schmale und weit nach hinten reichende Zuschnitt der Geschäftsfläche samt identischer Unterkellerung (Natter: "Vielleicht für eine Tiefgarage?") brachte den Hauseigentümer auf die mal so in den Raum gestellte Idee eines möglichen Radl-Parkhauses, wie es es in anderen Städten schon gibt. Und siehe da: Oberbürgermeister Michael Cerny, der den Rundgang mitgemacht hatte und als Ansprechpartner zur Verfügung stand, konnte sich durchaus vorstellen, so ein Thema "weiter zu unterstützen".

Sicherheit für teuere Bikes

Denn "so wie wir über Autogaragen sprechen", gehörte sich auch auf die Bedürfnisse und Ansprüche der zunehmenden Radler geschaut. Vor allem, wenn jemand ein teueres Bike hat, möchte er es entsprechend sicher und gut abgestellt wissen, hatte der OB Verständnis für die Besitzer, die mit der Nutzung des Rads ja auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten - gerade in vielfrequentierten Innenstädten nicht zu unterschätzen. Selbst wenn Augsburg deutlich größer als Amberg ist, zog der OB einen Vergleich, weil die Fuggerstadt bereits drei automatische Fahrradgaragen besitzt beziehungsweise baut, also diesem Trend längst gefolgt ist. "Ich bin gespannt, wie sich die Mobilität weiter entwickelt", verwies er Rupert Natters Vorschlag nicht ins Reich der Fantasie.

Ebenfalls ideenreich war eine Anregung von CSU-Kreisverbands-Vize Matthias Schöberl. Er machte beim Altstadtspaziergang außerhalb der Fußgängerzone einige leerstehende Läden oder auch Wohngebäude mit Hinterhöfen aus, von denen nicht jedes unter Denkmalschutz stehe. Wie wäre es, wenn hier manches nicht mehr betriebene Schaufenster oder ungenutzte Räume im Parterre Platz machen würden für eine Pkw-Einfahrt? So ließen sich Autos von der Straße weg eben in die Innenhöfe bringen, die oft genug Raum böten - zumindest für die Anwohner. Abseits dieser innovativen Einfälle ging es bei der Tour vom Rathaus beginnend durch große Teile der westlichen City aber vor allem um sanierte Gebäude.

Stationen waren in erster Line gelungene Beispiele wie das ehemalige Vis-à-vis samt neuem Hintergebäude in der Lederergasse, der lang verwahrlost dastehende und jetzt in neuem Glanz erstrahlende Stirnseitenbau am Paradeplatz und das Walfischhaus. Letzteres profitierte wie andere auch vom Fassadenprogramm, das die Stadt als Förderung mit nun bis zu 15 000 Euro für sanierungswillige Hausbesitzer aufgelegt hat.

Förderung wird genutzt

Die Christsozialen waren sich einig, dass dies viel gebracht hat, weil sich dadurch der eine oder andere Eigentümer erst zur Erneuerung entschlossen hat oder dies den letzten Ausschlag gab. Dabei sei aus mancher Fassaden- gleich eine größere Sanierung geworden, bestätigte der OB einen kleinen Trend, der bei etlichen der bisher rund 30 Nutzer dieses Programms zu beobachten gewesen sei.

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