04.10.2019 - 10:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Schwarzarbeit: Zwei Gastwirte verurteilt

In zwei Fällen ist es der Finanzkontrolle gelungen, Betreibern von Gastronomiebetrieben Sozialversicherungsbetrug nachzuweisen - einmal im Raum Amberg und einmal im Raum Schwandorf.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist unterwegs. Im Raum Amberg und Schwandorf wurden nun zwei Gastronomen wegen hinterzogenen Sozialabgaben verurteilt.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Eine im Raum Amberg ansässige Geschäftsfrau unterließ es über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren in insgesamt 81 Fällen die bei ihr Beschäftigten monatlich ordnungsgemäß bei den zuständigen Sozialversicherungsträgern anzumelden. Die auf die Löhne entfallenden Beiträge zu den Sozialversicherungen hat sie nicht abgeführt.

In den Beitragsnachweisen gab die Firmeninhaberin geringere als die tatsächlich geschuldeten Beitragssummen an. Für die Berechnung der Beitragssumme wurde dann nicht die gesamte Lohnsumme zugrunde gelegt, welche den versicherten Arbeitnehmern entsprechend dem jeweils geltenden Mindestlohn zustand. Die vorenthaltenen Sozialversicherungsbeiträge belaufen sich laut einer Pressemitteilung des Hauptzollamts Regensburg auf rund 15.700 Euro. Das Amtsgericht Regensburg verhängte gegen die Beschuldigte eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 150 Tagessätzen zu je 30 Euro.

Auf die gleiche Weise ersparte sich ein Restaurantbesitzer aus dem Landkreis Schwandorf Sozialabgaben in Höhe von rund 33.200 Euro. Außerdem meldete der Unternehmer einige seiner Arbeitnehmer überhaupt nicht bei den Sozialversicherungsträgern an. In diesem Fall verhängte das Amtsgericht Regensburg gegen den Geschäftsmann eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 150 Tagessätzen zu je 50 Euro. Neben den Geldstrafen müssen die Beschuldigten für die entstandenen Schäden sowie für die Verfahrenskosten aufkommen.

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