Amberg
14.11.2018 - 16:01 Uhr

Sega berät Pflegedorf Weiherhammer

Große Aufgaben kommen auf den Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (Sega) zu: Er fungiert als Berater für das in Weiherhammer geplante große Altenzentrum.

von usc
Die Führungsriege von Sega, Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (von links): Der neue Justiziar Adam Mainka, 1. Vorsitzender Dr. Klaus Gebel, Beirat Martin Reinhardt, 3. Vorsitzende Heidi Himmelhuber, 2. Dr. Vorsitzender Armin Rüger, Schriftführer Günther Frieser, Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinierungsstelle für die Oberpfalz, sowie Katja Nübler und Sonja Oleson von der SEGA-Geschäftsstelle. Bild: usc
Die Führungsriege von Sega, Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (von links): Der neue Justiziar Adam Mainka, 1. Vorsitzender Dr. Klaus Gebel, Beirat Martin Reinhardt, 3. Vorsitzende Heidi Himmelhuber, 2. Dr. Vorsitzender Armin Rüger, Schriftführer Günther Frieser, Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinierungsstelle für die Oberpfalz, sowie Katja Nübler und Sonja Oleson von der SEGA-Geschäftsstelle.

Das Projekt war Thema bei einer Versammlung, in der Alten Kaserne in Amberg, bei der sich auch die Sega-Führung neu formierte. Vorsitzender Dr. Klaus Gebel blickte zunächst zurück auf ein erfolgreiches Jahr.

Schwerpunkte waren erneut die vielen Fortbildungen für Fachleute, Vorträge bei verschiedenen Organisationen, die auch immer wieder Spenden einbrachten, und nicht zuletzt die Fortbildungsreihe für Kommunen, dieses Jahr in Vilseck. Den Verein tragen derzeit 140 Mitglieder, darunter 83 Förderer. Das Wissen der Sega-Experten ist auch außerhalb des Landkreises gefragt. Der Verein ist Berater bei einem Projekt in Weiherhammer: Auf dem Gelände des Maschinenbauers BHS Corrugated soll eine Art Pflegedorf entstehen (ww.onetz.de/2438919). Sega fungiere als Berater für das große Altenzentrum mit tagesstationärer Unterbringung, berichtete Gebel. Der Investor wolle den Bau bis 2021 fertigstellen. "Das Projekt wird uns beim Aufbau und beim Pflegekonzept noch stark beschäftigten", ließ Gebel wissen.

Sega werde ähnliche Projekte in Deutschland studieren. Angedacht sei, dass Sega auch im Betrieb weiter Hauptberater sein soll. "Es tragen sich erste Früchte unserer Arbeit ein, indem wir für unsere Beratertätigkeit einen größeren Geldbetrag überwiesen bekamen", stellte der Vorsitzende erfreut fest. In seinem Ausblick kündigte er bereits die 12. Sega-Fachtagung für Mittwoch, 20. März 2019, an. Das Thema: "Keine Angst vor dem Alter". Mit einer Änderung der Satzung zur Erweiterung des Beirats auf fünf Personen will Sega die Führungsmannschaft verjüngen und damit für einen Generationswechsel an der Spitze sorgen.

Nahezu unverändert ist der dann neu gewählte Vorstand, der Verantwortung für die nächsten drei Jahre trägt: 1. Vorsitzender Dr. Klaus Gebel, 2. Vorsitzender Dr. Armin Rüger, 3. Vorsitzende Heidi Himmelhuber, Schatzmeisterin Angelika Bär, Schriftführer Günther Frieser (neu), Beisitzer Dr. Jens Tröger und Martin Reinhardt. Neu geschaffen wurde das Amt des Justiziars, das nun Adam Mainka bekleidet. Als Kassenrevisoren fungieren weiterhin Richard Gassner und Joachim Meidenbauer.

Im Blickpunkt:

Nicht nur der Körper, auch die Psyche kann im Alter Schaden nehmen: Wie der demografische Wandel zeigt, nehmen alterspsychiatrische Erkrankungen, insbesondere Demenz, stark zu, betont Sega. Deshalb hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für seelische Erkrankungen im Alter in der Öffentlichkeit zu fördern und entsprechende Beratungs- und Versorgungsangebote bereitzustellen.

Im Vordergrund steht bei Sega der Aufbau eines flächendeckenden, niedrigschwelligen Versorgungsnetzwerkes, sowohl ambulant als auch stationär. Vorsitzender Klaus Gebel verwies auf die wichtige Unterstützung durch Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinierungsstelle für die Oberpfalz, einer Einrichtung des Bezirks.

n Für Gebel war der längst auch überregional beachtete Sega-Fachtag, inzwischen der elfte, mit vielen Besuchern, sehr guten und positiven Rückmeldungen zu Ablauf und Programm wieder ein großer Erfolg. Erstmals gab es ein geändertes Format mit „Case Studies“ (Fallstudien).

Gebel berichtete, dass das Präsidium das ganze Jahr über Projekte vorbereitet und neue Kurslinien aufgegriffen habe. Die Führungsspitze werde sich demnächst zu einem Brainstorming-Wochenende zur Planung weiterer Aktionen treffen.

3. Vorsitzende Heidi Himmelhuber, die auch Vorsitzende des Regionalen Steuerungsverbundes Amberg-Sulzbach ist, stellte Sonja Oleson als neue Mitarbeiterin der Geschäftsstelle vor.

 
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