Unter dem Motto "Selbst ist der Gemüsegärtner" fand unter dem Dach der Öko-Modellregion (ÖMR) erstmals eine Veranstaltungsreihe zum ökologischen Gemüseanbau im Garten statt. Landschaftspflegeverband (LPV) und Kreisverband für Gartenbau und Landespflege (KVGL) hatten gemeinsam dazu eingeladen. Die Nachfrage war groß. Der Einführungsvortrag von Gärtnermeisterin Tanja Götz fand in Kooperation mit dem Erasmus-Gymnasium statt. Neben 40 interessierten Gartenfreunden nahmen Schüler aus dem P-Seminar "Urban Gardening" von Lehrerin Kathrin Schön teil. Damit alle Interessenten auch an den folgenden Praxiskursen dabei sein konnten, wurden dazu jeweils zwei Termine angeboten.
Mit Götz durch das Jahr
Erfahrene Gärtnern und viele Neueinsteiger nutzten die Gelegenheit. Die Praxiskurse begleiteten sie durch das Jahr mit Anleitungen zu Beetvorbereitung und Aussaat im Frühjahr, zu Pflanzenpflege und Nützlingsförderung im Sommer bis hin zu Bodenpflege im Herbst und den Vorbereitungen für den Winter. Zu den Praxisterminen lud Tanja Götz die Teilnehmer in ihren Garten nach Schäflohe ein.
Dort führte sie das fachgerechte Kompostieren, die Herstellung von Pflanzenjauchen, die Bodenbearbeitung und vieles mehr praktisch vor. Die Teilnehmer haben viele Anregungen im eigenen Garten ausprobiert und konnten beim Herbsttermin von ihren Erfahrungen berichten. So hat Martina Baumer nach eigenen Angaben noch nie so gute Tomaten geerntet. Sie baut diese im Gewächshaus an und hat sie heuer erstmals gemulcht mit Zwiebel-, Eierschalen und Rasenschnitt.
Gedüngt hat sie mit Brennnesseljauche. Mit einem neuangelegten Hochbeet für Zucchini und Kürbis hat sie ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Auch Renate Steger vom Obst- und Gartenbauverein Gunzendorf hat heuer zum ersten Mal mit Rasenschnitt gemulcht: "Das war richtig gut. Die Erde ist ganz anders und Erdflöhe habe ich heuer gar nicht gesehen", berichtet sie. Eine Teilnehmerin hatte Probleme mit der Tomatenblütenendfäule. Im Gespräch mit Tanja Götz stellt sich heraus, dass sie viel Blumenerde im Kompost hat. "Torfhaltige Blumenerden sind wegen des niedrigen pH-Werts relativ sauer. Die Tomaten brauchen, wie die meisten Gemüsesorten, einen neutralen oder leicht basischen Boden, damit sie die Nährstoffe wie Calcium gut aufnehmen können" erklärt Tanja Götz. Zum Ausklang lud die Gärtnerin die Teilnehmer zu einem Stück selbstgebackenem Apfelkuchen im Garten ein.
Im nächsten Jahr wird die Reihe zum ökologischen Gemüseanbau erneut angeboten. Die Termine findet man auf der ÖMR-Internetseite. Interessenten können sich bei Barbara Ströll melden unter oekomodellregion[at]lpv-amberg-sulzbach[dot]de .









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