14.02.2020 - 16:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Seminar für Vereine: Nicht jeder Internet-Kanal passt zu jedem

Welche Social-Media-Kanäle sollte ein Verein nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen? Und was macht ihn für die Öffentlichkeit interessant? Im Kreis- und Stadtjugendring organisierte Institutionen fragten einfach "ihre" Oberpfalz-Medien.

Vom Männerchor bis zum Sportverein: Es war eine bunt gemischte Truppe von Vereinsvertretern aus der Region, die beim AZ-Seminar wissen wollten, wie sie (nicht nur) online auf sich aufmerksam machen können.
von Heike Unger Kontakt Profil

Zum zweiten Mal hatten der Stadtjugendring (SJR) und die Amberger Zeitung/Oberpfalz-Medien am Donnerstagabend ein Seminar für Vereine angeboten, dem sich diesmal auch der Kreisjugendring (KJR) anschloss. Rund 20 Vertreter der dem SJR und KRJ angehörenden Vereine und Institutionen wollten wissen, wie sie sich nicht nur den eigenen Mitgliedern, sondern auch einer möglichst breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Das klappt am besten jenseits der gewohnten Berichte über Versammlungen oder andere klassische Veranstaltungen, erfuhr die interessierte, bunt gemischte Truppe von Redakteurin Heike Unger: "Jeder Verein hat Besonderheiten, die auch die Menschen interessieren, die keine Mitglieder sind." Ganz besonders spannend, das weiß die Redaktion aus der Resonanz ihrer Leser, wird es immer dann, wenn jemand etwas über sich erzählt, eine Geschichte also persönlich wird.

Immer beliebt: Menschen-Geschichten

Solche "Menschen-Geschichten" müssen dabei gar keine Sensationen sein, auch und gerade vermeintliche Kleinigkeiten stoßen oft auf sehr großes Interesse: Der Zeugwart, der sich seit 35 Jahren um die Ausrüstung der Fußballmannschaft kümmert, kann ebenso Spannendes erzählen, wie die langjährige Schriftführerin, die anlässlich der bevorstehenden Einweihung des renovierten Vereinsheims in ihrem Fotoalbum blättert und darüber spricht, wie sie die Anfangszeiten erlebt hat.

Solche Geschichten machen einen Verein besonders. Und auch besonders interessant. Und zwar auch für Außenstehende - die den klassischen Bericht über die Jahreshauptversammlung nicht lesen würden.

Online-Redakteur Alexander Unger nahm die Runde dann mit ins Internet. Dabei tauchten die Teilnehmer tief ein in die vielfältigen Möglichkeiten, die sich hier bieten, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber, auch das wurde schnell klar: Nicht jede Plattform ist die richtige für jeden Verein. Der sollte genau wissen, was er erreichen will, und dann entscheiden, ob ihm die klassische Homepage reicht, oder ob er sich auch auf Facebook oder Instagram tummeln sollte.

Ein guter Tipp:

"Mach es - oder lass es"

Eine Grundsatzregel gab Unger den Vereinsvertretern dazu mit: "Mach es - oder lass es". Nur "so nebenbei" und "weil es alle machen" funktioniert Social Media im Verein nämlich nicht. Sondern schadet am Ende eher. Wer sich beispielsweise entscheidet, eine Facebook-Seite zu betreiben, muss auch Zeit investieren, um sie regelmäßig mit passenden Inhalten zu füllen. Dabei muss er auch die Kommentare im Auge behalten - und womöglich moderierend eingreifen.

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