30.07.2020 - 15:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Seniorenheim der Diakonie in Amberg: Bauprojekt für 12 Millionen Euro

Mit 3,5 Millionen Euro fördert der Bayerische Landtag den Teil-Neubau und die Sanierung des Seniorenheims der Diakonie an der Hellstraße in Amberg. Den Förderbescheid überreichte in Amberg Staatsministerin Melanie Huml.

Staatsministerin Melanie Huml überreicht den Förderbescheid an den Vorsitzenden des Diakonievereins Siegfrid Balzer. 2. Vorsitzender Karl-Heinz Irmer (hinten links) und Heimleiter Marcus Keil (hinten Mitte) bedankten sich für die Unterstützung durch OB Michael Cerny (links) und MdL Harald Schwartz.
von Dagmar WilliamsonProfil

Das Förderprogramm nennt sich "PflegeSoNah". Damit soll die Pflege der Zukunft vor Ort auf den richtigen Weg gebracht werden. Für die meisten Menschen ist es ganz selbstverständlich: Man möchte in der gewohnten Umgebung leben und alt werden. Dieses Ziel verfolgt auch der Freistaat Bayern. Die Gelder daraus erleichtern es den Kommunen und Pflegeanbietern, die Weichen für ein Altwerden daheim zu stellen. Ambulant betreute Wohngemeinschaften, Begegnungsstätten, Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze oder aber auch Dauerpflegeplätze, die besonders demenzsensibel und sehbehindertengerecht sind, so wie die dafür benötigten Flächen werden gefördert. 60 Millionen Euro stellt der Freistaat hierfür zur Verfügung; 90 Anträge gingen bis dato ein. „Das Budget ist endlich – nicht jede Anfrage kann befürwortet werden“, erklärte die Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, bei der Überreichung des bewilligten Bescheids in Amberg. Es müssen besondere Konzeptionen und Voraussetzung erfüllt sein. „Durch die Erläuterungen ihres Vorhabens war die Diakonie einfach dabei“. Vor allem der Grundsatz „Größtmögliche Freiheit und Sicherheit“ überzeugte bei der Bewilligung. Dieses Konzept sei nicht einfach, wenn man Älteren ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen möchte und diese gleichzeitig schützen müsse. Außerdem nutze der Diakonieverein auch die Chancen der Digitalisierung unter anderem mit intelligenten Assistenzprogrammen oder Beleuchtungs- und Steuerungssystemen.

Melanie Huml auf Stippvisitie in Amberg

Amberg

Seit 2014 arbeiten die Verantwortlichen bereits an der Planung der Sanierung und einem Teil-Neubau. Die Projektsteuerung übernahm Egon Höcherl von Atrium Sozialimmobilien. Zwei Jahre später übernahm das Architekturbüro Ziegler das Konzept. Hier soll der Altbau durch ein drei-geschossiges Haus ersetzt und das Gebäude an der Hellstraße saniert werden. Die Bettenzahl erhöht sich dadurch auf 115 Plätze. Das gesamte Bauprojekt wird auf rund 12 Millionen Euro geschätzt. Auch die Stadt Amberg fördert dieses Vorhaben, wobei hier, laut Oberbürgermeister Michael Cerny, noch keine genaue Summe genannt werden könne.

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