03.12.2019 - 16:01 Uhr
AmbergOberpfalz

Solarenergie-Förderverein feiert 25-Jähriges

Der Solarenergie-Förderverein Amberg hat bei seiner Versammlung auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte zurückgeblickt. Aktuell 144 Gleichgesinnte zählt der am 8. April 1994 gegründete Solarenergie-Förderverein.

Ehrung für 25 Jahre Treue: Richard Birner, Roland Müller, Bernhard Simon und Hans-Jürgen Frey.
von Gerd SpiesProfil

Elf Neuzugänge gab es im vergangenen Jahr und damit so viele wie in keinem Jahr zuvor, erklärte Vorsitzender Hans-Jürgen Frey. Der pensionierte Lehrer ist das Gesicht des Solarenergie-Fördervereins. Er wurde ebenso wie sein Stellevertreter Lorenz Hirsch und Kassenprüfer Jürgen Stauber einstimmig für eine neue Amtsperiode gewählt.

Schon 1995 mit Elektroauto

Frey blickte auf die erfolgreiche Arbeit des Vereins in den vergangenen 25 Jahren zurück. Mancher Zuhörer staunte, dass bereits 1995 das Gründungsmitglied Richard Birner mit einem ersten Elektroauto durch die Gegend gefahren war. Vier Ladesäulen gab es damals bereits an der Grundschule Hirschau, initiiert von Ekkehard Brühschwein. "Ein Vordenker, kein Nachdenker", beschrieb Hans-Jürgen Frey den 2017 verstorbenen Visionär.

Der Kontakt mit der zukünftigen Generation ist dem Solarverein ein großes Anliegen. Als Beleg gilt die enge Zusammenarbeit mit den Schulen. Mit der Solarkiste stelle man Schulen umfangreiche Unterrichtsmaterialien zum Thema Solarenergie zur Verfügung. Zum Projekt Energieschule bietet der Verein nicht nur Fortbildungen an, sondern stellt auch Zertifikate aus. 16 Schulen im Landkreis dürfen sich mittlerweile Energieschule nennen.

"Sonne - Quell allen Lebens": Diesen Spruch, der auf die alten Griechen zurückgeht, hat sich der Solarverein als Leitmotiv auserkoren. Auf eine lange Liste an Initiativen mit diesem Motto blickt der Verein seit seiner Gründung zurück. Die Nutzung der Dächer von Schulgebäuden wie in der Dreifaltigkeitsschule oder von Kirchen wie in Poppenricht für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen nannte Frey als Beispiele.

Seiner Meinung nach hätten die Region noch mehr Potenzial als die 6,7 Prozent Solarenergie in Amberg und 27 Prozent im Landkreis. "Man könnte 780 000 Bürger mit Strom allein aus der Solarenergie versorgen", ist Frey überzeugt. "Das ist weit mehr, als die Region Bürger hat." Jüngster Vorstoß ist das Parkdeck an der Marienstraße. "400 kW passen da drauf", schwärmte Frey. Das Thema habe breite Unterstützung erfahren, stehe jetzt auf der Agenda des Stadtrats.

Seit der ersten Stunde dabei

Sechs Mitglieder zeichnete der Solarverein für zehnjährige Treue aus, zehn Mitglieder sind seit der ersten Stunde dabei, unter anderem der Vorsitzende. "Ohne Dich wäre der Verein nicht das, was er heute ist", sagte stellvertretender Vorsitzender Lorenz Hirsch, als er Frey ehrte.

Einen Scheck über 1500 Euro erhielt Georg Scharl für die „Stiftung Regentropfen“ in Gambia.
Info:

Geld für Gambia

Einen Scheck über 1500 Euro, gespendet von den Mitgliedern des Solarenergie-Fördervereins, übergab Hans-Jürgen Frey an Georg Scharl für ein Solarprojekt der „Stiftung Regentropfen“ in Gambia. Scharl berichtete den Mitgliedern von den Erfolgen des Projekts in dem afrikanischen Staat, bei dem unter anderem sogar die Kirchenvertreter den Ausbau der Solarenergie unterstützen.

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