30.09.2019 - 08:39 Uhr
AmbergOberpfalz

Soldatin aus Amberg will Weißwurstkönigin werden

Für Stefanie Pfab und sechs weitere junge Damen geht es in Kürze um die Wurst: Sie treten zur Kür der Bayerischen Weißwurstkönigin an. Im Interview erklärt die 24-Jährige, warum sie gerne zuzelt.

Stefanie Pfab will es wissen: Sie möchte demnächst in Bodenmais zur Bayerischen Weißwurstkönigin gekrönt werden.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Lena I. sucht eine Nachfolgerin. Wer es wird, entscheidet sich am Samstag, 12. Oktober, um 20 Uhr im Joska-Erlebnisrestaurant in Bodenmais. In der Jury sitzt unter anderem der amtierende Mr. Bayern und Bachelorette-Teilnehmer Marco Schmid. Das Erbe von Lena wollen sieben Frauen antreten, darunter Stafenie Pfab (24), aufgewachsen in Ebermannsdorf und jetzt wohnhaft in Amberg. "Schon von klein auf gehört der Frühschoppen und besonders die Weißwurst einfach dazu", erklärt sie. Wenn sie an die Feste und Feiern denke, bei denen sie die bayerische Spezialität mit Freunden oder Verwandten genossen habe, werde ihr "immer wieder warm ums Herz".

Bildergalerie: Die Finalistinnen

Stefanie Pfab ist waschechte Oberpfälzerin, obwohl sie in Haverfordwest in Wales geboren wurde. Kurz nach der Geburt zog die Familie in die Gemeinde Ebermannsdorf vor den Toren Ambergs. Sie besuchte die Schwesterschule in Amberg, machte eine Banklehre und entschied sich 2016 dazu, zur Bundeswehr zu gehen. Seitdem ist sie Soldatin in der Schweppermannkaserne in Gärmersdorf. "Ich entspreche aufgrund meiner Tattoos nicht den Stereotypen", sagt sie. Ihrer Meinung nach ein Pluspunkt für das Finale. So könne sie vielleicht nicht nur die typische Zielgruppe in ländlichen Gegenden, sondern auch das Großstadtpublikum ansprechen.

Publikum ist der Weißwurstkönigin gewiss. Die scheidende Hoheit Lena durfte beim Empfang des Bayerischen Ministerpräsidenten auftreten, zahlreiche Messebesuche, Radio- und Fernsehinterviews absolvieren. Am 12. Oktober endet nun die Amtszeit der jungen Oberbayerin. Ein Fazit hat sie bereits gezogen: „Ich würde es jederzeit wieder machen“, sagt die 21-Jährige aus Grafing bei München.

Jetzt geht es wieder um die Wurst. Wer die Krone ab Oktober tragen darf, bleibt der Jury überlassen, die in Bodemais zusamentritt. Aus sieben Finalistinnen wird die neue Königin ausgewählt. "Neben Präsentation und Ausstrahlung zählt natürlich auch das Fachwissen über das bayerische Kulturgut – die Weißwurst", heißt es in einer Pressemitteilung dazu.

Ins Leben gerufen haben die Wahl zur Weißwurstkönigin die Metzgerinnung Arber-Land mit Obermeister Stefan Einsle und „Weißwurstbotschafter“ Albert „Bertl“ Fritz. Die beiden bieten in der Metzgerei Einsle in Bodenmais unter anderem das „Königliche Weißwurstseminar“ an. Interessierte können hier ein „Weißwurst-Diplom“ ablegen.

Die Kandidatin aus dem Landkreis Schwandorf

Wernberg-Köblitz
Info:

Die Finalistinnen

Um die Weißwurstkrone ins Rennen gehen dieses Jahr:

Julia König (28), Friseurin aus Ködnitz (Oberfranken)

Lena Nagler (19), Bankkauffrau aus Wernberg-Köblitz (Kreis Schwandorf, Oberpfalz)

Stefanie Pfab (24), Soldatin aus Amberg/Ebermannsdorf (Oberpfalz)

Melanie Popp (26), Fleischereifachverkäuferin aus Veitsbronn (Mittelfranken)

Franziska Schalk (23), Metzgerin aus Weilheim (Oberbayern)

Manuela Schätz (27), Betriebswirtin f. Ernährung aus Emmering (Oberbayern)

Milena Wutz (20), Studentin aus Hohenwarth (Kreis Cham, Oberpfalz)

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