13.11.2019 - 17:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Sozialdienst katholischer Frauen sucht Patenfamilien

Es gibt für Familien bestimmte Situationen, die einfach für alle Beteiligten belastend sind. Zum Beispiel, wenn ein Familienmitglied krank wird, lange auf Kur muss oder mehrere Krankenhausaufenthalte anstehen.

Pressegespräch beim Sozialdienst katholischer Frauen zumThema Patenfamilien (von links): Thomas Boss, Anja Schultz, Andrea Graf, Anke Graf, Sabine Schröther und Marianne Gutwein.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Der Alltag mit Schule oder Kindergarten kann dann meist nicht mehr problemlos aufrecht erhalten werden. Hier sollen künftig Patenfamilien helfen. Sie können Menschen mit erzieherischem Hilfebedarf auf unkomplizierte Art und Weise beistehen - und wenn Not am Mann ist, das Kind auch bei sich zu Hause übergangsweise unterbringen. Das Konzept stellten Vertreter des SkF, Marianne Gutwein, Andrea Graf, Anke Graf und Anja Schultz, gemeinsam mit Thomas Boss und Sabine Schröther, die Vertreter der Jugendämter aus dem Landkreis und der Stadt, vor. "Wir hoffen, dass wir viele Patenfamilien gewinnen können, die Familien begleiten", sagte SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein.

Was müssen Paten leisten?

Voraussetzung ist, dass die Herkunftsfamilie ihren eigenen Hilfebedarf anerkennt und das Angebot annimmt. Dann kann eine passgenaue Lösung entwickelt werden. "Wichtig ist, dass Herkunftsfamilie und Patenfamilie zueinander passen", sagte Schröther. Dies sei eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen der Hilfeform. In der Anfangszeit würde erst nach einer Kennenlernphase entschieden werden, ob eine Zusammenarbeit möglich ist, informierte Anke Graf, die gemeinsam mit Anja Schultz vom Pflegekinderdienst federführend das Projekt betreut. Die Hilfe der Paten sind vielfältig und bestehen unter anderem darin, die Herkunftsfamilie zu unterstützen, zum Beispiel in Erziehungsfragen, in der Haushaltsführung oder beim Umgang mit Behörden, in der Freizeitgestaltung, beim Aufbau sozialer Strukturen oder bei der Versorgung und Betreuung des Kindes oder Jugendlichen in Notsituationen. "Diese Arbeit wird auch vergütet", sagte Andrea Graf.

Wer kann Patenfamilie werden?

Akquise, Qualifizierung und Begleitung der Patenfamilien erfolgt über den Pflegekinderdienst des SkF Amberg. Die Patenfamilien müssen auf Eignung durch das Jugendamt geprüft sein und einen Vertrag mit diesem geschlossen haben. Zwischen den beiden Familien soll eine "sozialräumliche Nähe" gegeben sein, sagte Andrea Graf, damit den Kindern das soziale Umfeld, die Schule oder der Kindergarten während der Unterbringung erhalten bleibt. Die Patenfamilie müsse über zeitliche Ressourcen und Räumlichkeiten verfügen. Weitere Information gibt der Pflegekinderdienst des SkF unter der Telefonnummer 48 72 18.

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