12.05.2021 - 11:57 Uhr
AmbergOberpfalz

St. Michael Amberg passt Bittgang Pandemieentwicklung an

Als einzige Amberger Stadtpfarrei pflegt St. Michael die Jahrhunderte alte Tradition der Bittgänge immer montags in der Woche von Christi Himmelfahrt. Heuer ging es nur zu viert durch die Fluren nach Gailoh.

Aufgrund von Corona machte sich Pfarrer Alois Berzl nur in Begleitung von drei Ministranten zum Bittgang nach Gailoh über die blühenden Felder auf, um dort hinter der Kapelle in der Abendsonne mit den Gläubigen einen Bittgottesdienst zu feiern.
von Adele SchützProfil

Bereits im zweiten Jahr erfolgte der Bittgang der Pfarrei St. Michael in der Corona-konformen Variante mit Einhaltung der Hygienevorschriften. Dazu ging Pfarrer Alois Berzl nur in Begleitung von drei Ministranten über die blühenden Felder nach Gailoh, um dort hinter der Kapelle in der Abendsonne mit den Gläubigen einen beeindruckenden Bittgottesdienst zu feiern. Seit dem 4. Jahrhundert gibt es die Tradition in der Katholischen Kirche, die drei Tage vor Christi Himmelfahrt als Bitttage zu gestalten und Bittprozessionen zu machen. Trotz Corona war es der Pfarrei St. Michael wichtig, an dieser beliebten Tradition festzuhalten, heißt es. Pfarrer Alois Berzl bat bei seinem Gang vorbei an Feldern und Wiesen Gott um gedeihliches Wetter und eine gute Ernte. Er vergaß aber auch nicht, die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten in sein Gebet mit einzuschließen. Im anschließenden Bittgottesdienst an der Kapelle in Gailoh ging der Geistliche auf die Tradition ein. „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“, zitierte Pfarrer Berzl einen Werbeslogan. Er betonte: „Heute haben wir diese Tradition des Bittgangs nach Gailoh als Flamme neu auflodern lassen, was gerade in den Tagen der Pandemie wichtig ist. Durch die gemeinsame Pflege der Tradition im verbindenden Miteinander spüren wir ein Feuer in uns, das wir derzeit dringend brauchen.“

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