Heuer fällt die bei den Kindern und Jugendlichen beliebte Aktion in üblicher Form allerdings Corona zum Opfer, doch die Pfarrei St. Martin sowie alle anderen Pfarreien in der Vilsstadt bewiesen Kreativität und Einfallsreichtum, damit die Sternsinger sicher und kontaktlos den Segen den Gläubigen übermitteln und dabei um Spenden für Kinder weltweit zu bitten. Die Sternsingeraktion sei laut Diakon Richard Sellmeyer die größte organisierte Hilfsaktion von Kindern für Kinder überhaupt, denn mit den bei der Aktion gesammelten Spenden würden nachhaltig Hilfsprojekte gefördert, die bedürftigen Kindern weltweit zugutekommen würden. „Kindern Halt geben, in der Ukraine und weltweit“, das sei das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion. „Gerade jetzt in dieser Krisenzeit sei es besonders wichtig, dass Kinder Halt bekommen und dabei leisten die SternsingerInnen mit Begeisterung jedes Jahr Großartiges, wenn sie von Haus zu Haus ziehen“, macht Sellmeyer bewusst, der die Sternsingeraktion in der Stadtpfarrei St. Martin betreut. Aufgrund des harten Lockdowns sei es nicht möglich, dass heuer die Sternsinger den Dreikönigssegen in die Häuser und Wohnungen der Pfarreimitglieder bringen, doch habe man sich eine Corona konforme Alternative überlegt.
An Neujahr in der Abendmesse in der Basilika St. Martin sandte Stadtpfarrer Thomas Helm drei Sternsinger in ihren prächtigen Gewändern als Auftakt der Spendenaktion beispielhaft und virtuell aus, nachdem sie ihre Verse aufgesagt hatten. Richard Sellmeyer legte heuer großen Wert darauf, dass die Dreikönige Geschwister sind und somit nicht den Sicherheitsabstand einhalten müssen. Virtuell eingeholt werden die Sternsinger wieder am Dreikönigstag, 6. Januar, in den Messen um 9 Uhr und 10.30 Uhr. In der Basilika liegen ab sofort die bei der Aussendung geweihten Segensaufkleber und Päckchen mit Kreide, sowie Weihrauch und Kohle zum Mitnehmen für zu Hause auf.
„Gerade in dieser turbulenten Zeit ist der Segen der Sternsinger wichtiger denn je, auch wenn heuer keine persönlichen Besuche möglich sind“, betont Stadtpfarrer Thomas Helm. Er bat um Spenden für die Sternsingeraktion, der gerade in der Coronakrise eine besondere Bedeutung zukomme. Die Pfarrei biete unter anderem auf ihrer Homepage www.amberg-st-martin.de unter dem Link „Aktuelles“ dazu die Möglichkeit an, direkt per Online die Aktion zu unterstützen. Von Arbeitsmigration betroffenen Kindern im diesjährigen Beispielland Ukraine zur Seite zu stehen, sie zu stärken und zu schützen, ist der Schwerpunkt des diesjährigen Sternsinger-Projektpartners Caritas Ukraine. In elf Tageszentren im ganzen Land bietet die Caritas den Kindern Gemeinschaft, psychologische Betreuung und Seelsorge, Hausaufgabenhilfe, Kunst- und Handwerkskurse, Ausflüge und Sommercamps.
Auch in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit hat Pfarrer Ludwig Gradl in der Abendmesse an Neujahr die Sternsinger ausgesandt, die im Corona-Jahr auf eine besondere Weise tätig werden. Pfarrer Ludwig Gradl segnete die Sternsinger, aber auch deren Gaben Weihrauch, Kreide und Räucherkohle sowie die Türaufkleber. Bis zum 5. Januar werden im Dreifaltigkeitsgebiet die KJGler und die Ministranten die Türaufkleber mit dem Segensspruch 20 C+M+B 21 in jeden Postkasten werfen. Damit ergeht die Bitte an die Gläubigen um eine Spende für die Kinder in der Ukraine und weltweit. Die Spenden können bis zum 7. Januar in der Kirche im Eingangsbereich in eine Spendenbox gegeben werden. Neben der Spendenbox steht auch ein Korb mit Beutelchen mit den gesegneten Sternsingergaben, die gegen einen kleinen Obolus zum Verkauf angeboten werden. In allen Gottesdiensten am 5./6. Januar werden die Sternsinger noch einmal die Messe mitgestalten. In St. Georg gibt es den Sternsingersegen in jeder der drei Messen am Dreikönigstag. Die gesegneten Türaufkleber liegen in der Georgskirche sowie in der Sebastianskirche als auch in der Barbarakirche in Luitpoldhöhe zum Mitnehmen auf. Finanzielle Unterstützung der Sternsingeraktion sind in einem Umschlag in den Klingelbeutel, einer Gabe in den Briefkasten beim Pfarrbüro oder der Überweisung entweder über die Pfarrei (IBAN: DE31 7529 0000 0000 0340 61 unter dem Stichwort „Sternsinger“) oder direkt beim Kindermissionswerk (IBAN: DE95 3706 0193 0000 0010 31) möglich.










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