21.09.2018 - 15:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Strahlende Schönheit

Welche Farbe darf's denn sein: ein helles Weiß oder lieber ein mystisches Blau? So oder so, die Basilika St. Martin trägt ihre Schönheit nach außen - und erstrahlt im richtigen Licht.

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Andreas Raab hat lange getüftelt, bis er herausfand, wie er das Licht einsetzen muss, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Das Ergebnis präsentierte der Vorsitzende der Park- und Werbegemeinschaft am Donnerstagabend auf dem Marktplatz.

Doch die kleine Gruppe, die am Marktplatz steht und auf das Farben-Spektakel wartet, muss sich noch ein bisschen gedulden. Erst um 20 Uhr wird Andreas Raab vier Fenster der Basilika St. Martin zum Leuchten bringen. Aus gutem Grund: "Wir brauchen heraußen Dunkelheit, sonst haben wir keine Chance mit dem Licht. "Wow", entfährt es Oberbürgermeister Michael Cerny, als es schließlich soweit ist.

Ein heller Weißton bringt die bemalten Scheiben der Fenster besonders zur Geltung. Das Blau lässt die Basilika mystisch erscheinen. Auch Grün ist gefällig. Bei Rot hingegen winken alle sogleich ab. Das wirkt ein bisschen wie Rotlichtbezirk.

Die Idee, dass St. Martin von innen nach außen strahlen soll, fand Stadtpfarrer Thomas Helm gleich sympathisch. "Das ist auch der Auftrag, den der Papst uns gegeben hat: Nach draußen zu den Menschen zu gehen." Sowohl Raab als auch OB Michal Cerny sind ihm sehr dankbar, dass er aufgeschlossen für diese Beleuchtungsidee ist. "Diese Offenheit ist nicht selbstverständlich", so Raab. Besonders erfreulich ist für ihn, dass für die Beleuchtungstechnik nicht in die historische Bausubstanz gebohrt werden muss. Vor den Fenstern werde ein Gestell errichtet, darauf kämen jeweils zwei Scheinwerfer.

"Im Moment haben wir pro Fenster 1000-Watt-LED-Scheinwerfer", erklärt Raab. Denkbar sei, bei Dunkelheit die Beleuchtung für zwei oder drei Stunden einzuschalten. "Das wäre schon ein Schmankerl", findet er. Interessant wäre, das Eckfenster an der Abzweigung vom Marktplatz zum Salzstadelplatz und sieben weitere Fenster zu beleuchten. Michael Cerny kann sich auch gut vorstellen, diese Licht-Akzente zu bestimmten Anlässen zu setzen. Und Pfarrer Helm weiß, was er auf gar keinen Fall will: "Dauerberieselung".

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