Streit eskaliert: 18-Jähriger sticht mit Messer auf Vater ein

Amberg
01.08.2022 - 19:59 Uhr

Gleich mehrfach stach in Amberg ein 18-Jähriger mit einem Messer auf seinen Vater ein. Gegen den Tatverdächtigen erging am Freitag Unterbringungsbefehl wegen versuchter Tötung.

Ein 18-Jähriger stach in Amberg bei einem Streit mehrfach mit einem Messer auf seinen Vater ein. Gegen den Tatverdächtigen erging Unterbringungsbefehl wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg ermittelt in einem Fall von versuchter Tötung. Gegen den Beschuldigten wurde ein Unterbringungsbefehl erlassen. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz in einer Pressemeldung mitteilt, alarmierte eine Frau am Donnerstag, 28. Juli, um 1.25 Uhr über Notruf die Polizei, dass es zu einem heftigen Streit zwischen ihrem Ehemann und ihrem Sohn gekommen sei. Hierbei sei ihr Mann in der gemeinsamen Wohnung zunächst mit dem Tod bedroht und dann durch mehrere Stiche mit einem Küchenmesser schwer verletzt worden.

Mehrere Einsatzkräfte der Amberger Polizei fuhren umgehend zum Tatort. Obwohl sich der 18-Jährige wehrte, konnte er durch die Beamten festgenommen werden. Auch auf dem Weg zum Streifenfahrzeug leistete der Festgenommene erneut Widerstand. Im Polizeibericht heißt es dazu: "Dem professionellen Handeln der Beamten ist es zu verdanken, dass hierbei weder der Tatverdächtige noch sie selbst verletzt wurden." Der Rettungsdienst versorgte währenddessen den verletzten Vater und brachte ihn in ein Krankenhaus, welches er zwischenzeitlich wieder verlassen konnte. Lebensgefahr bestand nach aktuellem Ermittlungsstand nicht.

Die Kriminalpolizei Amberg hat noch in der Nacht die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags übernommen. Es wurden umfangreich Spuren gesichert. Unter anderem konnte die mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt werden.

Die Staatsanwaltschaft Amberg holte ein Kurzgutachten einer Psychiaterin ein und beantragte einen Unterbringungsbefehl. Der 18-Jährige wurde deshalb einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Da auch dieser Anhaltspunkte feststellte, dass der Tatverdächtige schuldunfähig oder vermindert schuldfähig sein könnte, ordnete das Gericht die einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

 
 

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