Update 26.06.2018 - 17:28 Uhr
AmbergOberpfalz

THW versteht sein Handwerk

Mit dem, was sie können, müssen sich die ehrenamtlichen Aktiven des Technischen Hilfswerks nicht verstecken. Beim Sommerfest beweisen die Einsatzvorführungen eindrucksvoll, dass das THW sein Handwerk versteht.

Mit einem Flaschenzug wurde ein Verschütteter durch eine schmale Öffnung in der Betondecke ins Freie gezogen.

(gfr) Der Ortsverband hatte großes Glück mit dem Wetter. Den ganzen Sonntag über herrschte reges Kommen und Gehen in der Unterkunft an der Drahthammerstraße. Den Besuch des Oberbürgermeisters nutze Ortsbeauftragter Marco Huber, um Unterkunft sowie Fuhr- und Gerätepark vorzustellen. Gut 180 Mitglieder zählt der Ortsverband, darunter 20 Jugendliche und 30 Aktive.

Der OB sagte, dass sich in Amberg Feuerwehr und Technisches Hilfswerk problemlos ergänzen, jede Organisation leiste ihr Bestes, wenn sie bei Bränden, Unfällen oder sonstigen Ereignissen angefordert werde. Marco Hubert wies darauf hin, dass aktuell der Eichenprozessionsspinner den Einsatzkräften Probleme bereite, denn sie müssten den eigenen Schutz gewährleisten, die Atemwege und die blanke Haut schützen. Aber auch bei den Fahrzeugen sei darauf zu achten, dass die winzigen Haare der Raupe nicht den Innenraum kontaminieren. Über die grundsätzlichen Aufgaben sagte Marco Hubert: "Wir sichern Unfallstellen ab, kommen bei einsturzgefährdeten Häusern und haben das erforderliche Gerät, wenn Keller volllaufen oder Gewässer über die Ufer treten."

Drei Übungsszenarien verschafften den Besuchern einen Überblick, was die THW-Helfer können. Eigens aus Lauf angereist waren Mitglieder des dortigen Ortsverbands, um mit der Sauerstoff-Lanze einen mit Wasser gefüllten Betonklotz zu durchbohren. Bis zu 5000 Grad heiß wird die Flamme an der Spitze. Diesen Temperaturen hält kein gängiges Baumaterial stand. Sogar unter Wasser könne die Lanze eingesetzt werden, sagte Zugführer Christoph Hollweck, der die Übungen kommentierte. Die Bergungsgruppe rettete, unterstütz von den THW-Jugendlichen, einen Verschütteten aus einem eingestürzten Haus. Bei einer weiteren Übung musste schwerer Atemschutz eingesetzt werden, da ein Helfer zusammengebrochen war und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass giftige Gase die Ursache waren.

Mit Hüpfburg, Schminkstation und sonstigen Bespaßungen wurden die Kinder unterhalten, Essen und Getränke waren reichlich vorhanden.


THW-Ortsbeauftragte Marco Hubert (Dritter von links) stellt Oberbürgermeister Michael Cerny (Fünfter von links), Bürgermeister Martin Preuß (Dritter von rechts), dem Bundestagsabgeordneten Alois Karl (Zweiter von rechts) sowie einigen Ehrengästen Fahrzeuge, Geräte und Einsatzmaterial vor. Bild: gf
Geschickt mußte Luft in die Hebekissen gepumpt oder aus ihnen abgelassen werden, um eine Kugel durch das „THW-Labyrinth“ zu jonglieren.
Geschütze durch feuerfeste „Raumanzüge“ durchbohrten die Spezialisten des THW mit der Sauerstofflanze einen Betonklotz.
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