15.10.2020 - 14:16 Uhr
AmbergOberpfalz

Umweltausschuss Amberg-Sulzbach: Grüne Hausnummern überreicht

Ökologisch und nachhaltig müssen die Häuser und Gärten der Landkreisbewohner sein - dann erhalten sie Grüne Hausnummern. Sechs dieser Schilder überreichte der stellvertretende Landrat Stefan Braun nun in der Umweltausschusssitzung.

Florian Junkes (links), der Hohenburger Bürgermeister und Vorsitzende des ZEN-Fördervereins, sowie stellvertretender Landrat Stefan Braun (Mitte) überreichten die Grünen Hausnummern an Tobias List und Konrad Meier (Zweiter und Dritter von links) sowie (von rechts) Hans Wenkmann, Alfred Steindl und Anneliese Wenkmann, die das Schild für ihren Sohn Andreas Wenkmann entgegennahm.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Ein sichtbares Zeichen für ein ökologisches Anwesen: Sechs Haushalte haben in der Umwelt- und Energieausschusssitzung die Grüne Hausnummer verliehen bekommen. Stellvertretender Landrat Stefan Braun nannte den Tagesordnungspunkt den "Höhepunkt" der Sitzung - obendrein ein "perfekt geplanter". Denn zur Übergabe kamen genauso viele Hauseigentümer wie Sitzplätze im König-Ruprecht-Saal vorhanden waren. In Zeiten von Corona und den beschränkten Teilnehmerzahlen in Räumen gar nicht so unwichtig.

Die Verleihung der Grünen Hausnummer ist eine Anerkennung für Ihre Bemühungen und Leistungen, die Umwelt zu schonen und nachhaltig mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen.

Stellvertretender Landrat Stefan Braun zu den ausgezeichneten Hausbesitzern

Mehrere Kriterien entscheidend

Die Grüne Hausnummer wird im Landkreis Amberg-Sulzbach bereits seit 1999 verliehen, seiter an über 80 Haushalte. "Sie erhalten diese Auszeichnung für ihr umweltfreundliches, nachhaltiges, energieeffizientes und ökologisches Bauen, Wohnen und Handeln - hierdurch sind sie Vorbilder eines umweltbewussten Agierens in unserem Landkreis", erklärte Braun. Zu den vor vier Jahren durch das Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) angepassten Kriterien (etwa Aufnahme von PV-Anlagen, Stromspeichern und Elektromobilität) für die Vergabe zählen unter anderem umweltfreundliche Baustoffe, moderne Heiztechnik, Natur am Haus und im Garten, die Gebäudeausstattung, Umweltschutz im Alltag sowie der Denkmalschutz.

Der stellvertretende Landrat sagte in der Sitzung: "Die Verleihung der Grünen Hausnummer ist eine Anerkennung für Ihre Bemühungen und Leistungen, die Umwelt zu schonen und nachhaltig mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen. Außerdem soll es ein Ansporn sein, dass möglichst viele Bürger unseres Landkreises Ihrem Beispiel folgen." Alle sechs Bewerber, die eine Grüne Hausnummer anstrebten, erhielten sie auch. Im König-Ruprecht-Saal erläuterten sie ihre Beweggründe. Hans Wenkmann berichtete, dass ihn seine Frau angetrieben habe. "Wir haben jetzt so viele Sachen. Jetzt setzt du dich hin und bewirbst dich", habe sie ihm erklärt. Tatsächlich sei in der vergangenen Monaten einiges auf dem Anwesen in Hohenkemnath passiert. Eine PV-Anlage sei installiert worden, ebenso 30-Kubikmeter-Zisternen. Im "riesigen Garten" seien Nistkästen angebracht worden. Das Konzept überzeugte.

Geht Oberpfälzer Teichwirtschaft den Bach hinunter?

Vilseck

Traum vom ökologischen Neubau

Genauso wie das von Alfred Steindl, der einen bestehenden Stodl in Hohenburg umgebaut hatte und das des Ehepaars Tobias List und Simone Meuler-List, das laut dem Mann "eher zufällig zur Baubiologie gekommen" sei. Danach sei aber festgestanden: "Unser Neubau soll so gesund wie möglich sein." Ähnliche Beweggründe nannte Konrad Meier, der von allen Bewerbern die höchste Punktzahl erreichte (252, dabei waren 100 mindestens nötig für das Grüne Hausnummernschild). Der Hahnbacher, der einen Neubau realisierte, erklärte: "Ich bin sehr tief ins Thema ökologisches Bauen eingestiegen. Es ist immer mein Traum gewesen, ökologisch und nachhaltig zu bauen."

Ausgezeichnete:

Konrad Meier und Stephanie Schober aus Hahnbach

Hans Wenkmann aus Hohenkemnath

Andreas Wenkmann aus Hohenkemnath

Tobias List und Simone Meuler-List aus Hahnbach

Alfred und Helma Steindl aus Hohenburg

Ein weiterer Preisträger konnte nicht anwesend sein

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.