Amberg
25.06.2018 - 13:13 Uhr

Viel Charme, aber verbesserungswürdig

Bei einem Spaziergang durch die Amberger Fußgängerzone beurteilen der Stadtverbandsvorsitzende der Freien Wähler, Manuel Werthner, und Stadtrat Eberhard Meier die Innenstadt positiv. Doch Leerstände trüben das Bild.

Am Malteserplatz kritisierten Eberhard Meier (l.) und Manuel Werthner (r.)  die  heruntergekommenen „Elendshütten“, ein nicht hinzunehmender Leerstand, den aber die Immobilieneigentümer zu verantworten haben, die Stadt könne nur bei einsturzgefährdenden Häusern eingreifen. (gfr)
Am Malteserplatz kritisierten Eberhard Meier (l.) und Manuel Werthner (r.) die heruntergekommenen „Elendshütten“, ein nicht hinzunehmender Leerstand, den aber die Immobilieneigentümer zu verantworten haben, die Stadt könne nur bei einsturzgefährdenden Häusern eingreifen.

(gfr) Der Meinung vieler Kritiker zum Trotz ist Maier der Ansicht, dass in den Geschäften entlang der Fußgängerzone ein vielfältiges Angebot vorhanden sei. Es gibt über 25 Geschäfte für Bekleidung, außerdem Restaurants, Bistros und Cafés sowie Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. "Die Aufenthaltsqualität inmitten der historischen Altstadt ist fantastisch und nahezu einmalig in Bayern", sagt Meier.

Beinahe nirgendwo sonst könne man frei von Verkehrsgefährdung ungestört essen, flanieren oder einkaufen. Das Herz der Fußgängerzone ist der Marktplatz. Trotz aller Vorteile muss die Attraktivität der Fußgängerzonen laut Meier weiter optimiert werden. Wichtig sind für den Stadtrat der Freien Wähler weitere gehobene Bekleidungsgeschäfte, Schuhläden, Outdoor- und Sport-Fachanbieter sowie moderne Haushaltswarengeschäfte. Mehr Parkplätze oder Tiefgaragen brauche Amberg nach Meiers Einschätzung nicht. Aus vier Tiefgaragen mit gut 800 Stellplätzen sei der Marktplatz fußläufig in fünf Minuten erreichbar. Rund um Amberg gebe es 800 weitere Parkplätze. Meier kann sich einen kleinen Marktplatz im Bereich der Spitalkirche vorstellen. Auf keinen Fall dürfe die Amberger Fußgängerzone verkleinert werden. Verkehrsexperten seien sich einig, sagt Meier, dass in Zukunft weniger Stellplätze für Autos benötigt würden, da der Fahrradverkehr ansteigen werde. Auch Carsharing und autonomes Fahren seien Faktoren. Der FW-Stadtverbandsvorsitzende Manuel Werther bezeichnet Ambergs Innenstadt als "ideal zum Wohnen", für inhabergeführte Unternehmen und Gastronomie. "Unsere Amberger Altstadt hat Charme", sagt Werthner. "Sie ist schützenswert, kann aber trotzdem noch verbessert werden."

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