17.03.2019 - 11:27 Uhr
AmbergOberpfalz

Vils mit leichtem Hochwasser

Ganz schön frech: Kaum regnet es ein bisschen, verlässt die Vils das Bett. Nach den Regenfällen der vergangenen Tage mussten am Samstag Uferwege gesperrt werden.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Das Hochwasser dürfte an der gemächlich dahinfließenden Vils ein kurzes Intermezzo darstellen. Das Wasserwirtschaftsamt gab am Samstag Entwarnung. Weil der Regen aufhört, werde das Wasser nicht weiter ansteigen. Bis Sonntag sollten die Vils und ihre Zuflüsse wieder brav "im Bettchen" sein.

In der Nacht auf Samstag hatte die Vils in Vilseck und Amberg Meldestufe eins erreicht. Hahnbach folgte am Samstagvormittag. Für Amberg bedeutete das, dass beim Pegel an der Pfalzgrafenbrücke ein Wasserstand von über 1,20 Metern gemessen wurde. Leichte Ausuferungen sind dann zu erwarten, zum Beispiel in der Nähe der Stadtbrille. Dort hat der städtische Bauhof am Morgen vorsorglich einen Uferweg gesperrt.

Etwa gegen 1 Uhr war der Wasserstand in Amberg rapide angestiegen. Nachdem das Wasserwirtschaftsamt gegen Mitternacht noch einen Pegel von 0,75 Meter registrierte, hatte sich die Abflussmenge bis Samstagvormittag nahezu verdoppelt. 1,40 Meter zeigte die Messstelle gegen 10.30 Uhr an. Kein Grund zur Sorge, wie die Behörde betonte: "Da die Regenfälle im Verlauf des Samstags weniger werden sollen, ist mit keinen größeren Hochwassern zu rechnen."

Aktuelle Informationen des Hochwasser-Nachrichtendienstes Bayern

Etwas anders sah es im Bayerischen Wald aus. Der Fluss Regen überschwemmte im Landkreis Cham stellenweise sogar bebautes Gebiet. Das Hochwasser von Vils und Regen hat Folgen für die Donau: In Regensburg dürfte am Sonntagmittag Meldestufe zwei erreicht werden, was dort noch keine Beeinträchtigung für Anwohner bedeutet. In Straubing rechnen die Behörden für Sonntagabend mit Meldestufe drei - die Überflutung der Kaimauer entlang des Herzogsschlosses und des Hafens wäre die Folge.

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