Update 23.08.2018 - 12:37 Uhr
AmbergOberpfalz

Volkszähler in geheimer Mission

Sommerferien - das ist nicht nur wochenlang schulfrei. Viele Schüler nutzen die Zeit, um sich etwas Geld dazu zu verdienen. Doch diese Arbeit ist nicht immer ein Zuckerschlecken - AZ-Redakteure erinnern sich an ihren schlimmsten Ferienjob.

Ferienjob Volkszählung: AZ-Redakteurin Heike Unger war als Schülerin mit Formularen und Meterstab im Dienst des Staates in Nabburg unterwegs. Wissen durfte das damals aber keiner – dieser Job war peinlich.
von Heike Unger Kontakt Profil

Ich war jung und brauchte das Geld. Ansonsten hätte ich es wohl nicht gewagt, mich 1987 in den Dienst der Volkszählung zu stellen: Der Zensus war damals höchst umstritten - insbesondere bei meinen Klassenkameraden am Nabburger Gymnasium, denen ich deshalb lieber nichts von diesem Ferienjob erzählt habe.

Ich war froh, dass ich ihn ergattert hatte: Für Mädchen gab es zu dieser Zeit praktisch keine Job-Angebote in der Gegend. Also war ich mit einem Packen Formularen und Stift in Nabburg im Dienst des Staates unterwegs.

Und mit einem Meterstab: Eine alte Dame, die mich im Gegensatz zu manch anderen freundlich in ihre Wohnung bat, hatte keine Ahnung, wie groß ihr Domizil war. Mussten wir aber eintragen. Also haben wir nachgemessen. Und dann alles ordentlich zusammengezählt. Ohne den Schul-Taschenrechner, den ich heute noch habe, obwohl er längst den Geist aufgegeben hat. Auf dem giftgrünen Gehäuse prangt immer noch der letzte Mathe-Spicker. (eik)

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