30.12.2018 - 15:21 Uhr
AmbergOberpfalz

Vorkehrungen gegen Schweinepest laufen

Die afrikanische Schweinepest ist in Belgien, vor allem aber in Tschechien nachgewiesen. Für den Fall der Fälle, dass sie auch in Amberg-Sulzbach ausbrechen sollte, hat das Landratsamt Vorkehrungen getroffen.

Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Wolfhard-Rüdiger Wicht (Vierter von rechts) hat Bauern, Waldbesitzer und Jagdgenossen zum Runden Tisch ins Landratsamt eingeladen.
von Externer BeitragProfil

Der Leiter des Leiter des Veterinäramts Amberg, Dr. Werner Pilz, sprach beim Runden Tisch mit Landwirten, Waldbesitzern und Jägern im Landratsamt von der Anschaffung von Steenhäuser und der Einrichtung von Sammelstellen. Zudem wurden Hegeringleiter geschult und Bergeboxen verteilt sowie entsprechende Hinweisschilder an Rast- und Parkplätzen entlang der A 6 aufgestellt und ein Rahmenplan erstellt. Pilz wies vor allem auf die Bedeutung einer fachbereichsübergreifenden Zusammenarbeit der Unteren Jagdbehörde, des AELF, der Staatsforsten, von Polizei, THW und Feuerwehr hin.

Alle drei Jahre erstellt die Bayerische Forstverwaltung für die rund 750 bayerischen Hegegemeinschaften in Bayern forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung. Das Ergebnis im Landkreis Amberg-Sulzbach: "Alle 16 Hegegemeinschaften sind auf dem richtigen Weg. "Das betonte Wolfhard-Rüdiger Wicht, der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Amberg. Laut Gutachten gebe es durchwegs weniger Leittriebverbiss bei der Waldverjüngung.

Wesentlicher Maßstab für die Bewertung der Situation im Gutachten ist das Erreichen des "Waldverjüngungsziels" des Bayerischen Jagdgesetzes. Demnach sollen sich die standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen natürlich verjüngen können. In den sogenannten "grünen" Hegegemeinschaften mit tragbarer oder günstiger Verbisssituation kann das Waldverjüngungsziel erreicht werden. Dies ist bei sieben der 16 Hegegemeinschaften im Landkreis der Fall. In neun Hegegemeinschaften ist der Verbiss laut Wicht allerdings noch zu hoch.

Auf Anregung von Kreisobmann Peter Beer wurde über das Thema Freizeitsport in Wald und Flur diskutiert. Maria Reif, Sachgebietsleiterin Naturschutzrecht am Landratsamt, erläuterte die rechtliche Situation, anschließend berichtete Martin Seits, Leiter des Forstamtes in Amberg, über seine Erfahrungen am Mariahilfberg mit Querfeldeinradlern und anderen Problemen.

Ein weiteres Thema waren die Schäden durch Krähen in der Landwirtschaft. Die Population nehme zu, stellte Jagdberater Dieter Dehling fest. Vor allem im Bereich Auerbach führe das zu Problemen; so machten sich Krähen an Silos zu schaffen, was letztlich zu Schimmelbildung und verdorbenem Futter führe. Deshalb fordern die Jagdpächter eine Lösung, die aktuell nicht in Sicht sei, so Dieter Dehling.

Im weiteren Verlauf stellte sich Markus Martini bei den Landwirten, Waldbesitzern und Jagdgenossen als neuer Wolfsbeauftragter für die Oberpfalz vor. Sein Büro hat er seit November im Kultur-Schloss Theuern. Dort ist er montags, dienstags und mittwochs (09621/39-19 90, markus.martini[at]lfu.bayern[dot]de) erreichbar.

Der Naturpark Hirschwald stellt zum 1. März einen Naturpark-Ranger ein. Dieser kümmert sich neben Naturschutz und Landschaftspflege um die Entwicklung und Umsetzung von Besucherlenkungskonzepten sowie Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Bewerbungen sind noch bis 6. Januar an den Naturpark möglich.

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