23.09.2021 - 11:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Wanderausstellung der Bildungsstätte Anne Frank nun in Amberg

Mediale Berichterstattung, Dimensionen der Diskriminierung oder einfach Menschenrechte: Die Wanderausstellung der Bildungsstätte Anne Frank ist jetzt in der Stadtbibliothek Amberg zu sehen.

Diskriminierung und Rassismus. Erläutert durch den Hörapparat.

„Mensch, Du hast Recht(e)!“, lautet der Titel dieser interaktiven Wanderausstellung der Anne-Frank-Bildungsstätte, die nun in Amberg in der Stadtbibliothek zu sehen ist. Die Planungen hatten bereits vor zwei Jahren begonnen und musste, dem Virus geschuldet, stets verschoben werden. „Wir hatten aufregende Pläne, die jetzt nur kurzfristig umgesetzt werden können“, erklärte Kulturreferent Fabian Kern sichtlich zerknirscht bei der Eröffnung. Dennoch folgen ein Zeitzeugengespräch und ein Theaterstück im Stadttheater.

Zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ sei diese Ausstellung symbolhaft für den Fortschritt des freien Denkens und Glauben, erklärte Oberbürgermeister Michael Cerny. „Menschenrechte sind explizit im Grundgesetz verankert und wir leben frei miteinander ohne Repressionen fürchten zu müssen.“

Fragen der Heranwachsenden

Als Oberstudienrat am Max-Reger-Gymnasium ist Tobias Kober erfahren, was Fragen junger Heranwachsender betrifft. Auch als stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Dem anderen begegnen“ weiß er um die Bedeutung einer sachlichen, aber dennoch empathischen Auseinandersetzung in Sachen Rassismus, Diskriminierung und der über allem stehenden Menschenrechte. So erläuterte Kober bei seiner Einführung das Schützenswerte an unseren hohen Bildungsgütern und die Signifikanz, sich des Selbstverständlichen, nämlich Freisein, täglich neu bewusst zu machen.

Drei farblich markierte Themenbereiche über zwei Etagen stehen den Wissbegierigen zur interaktiven Bildung in der Stadtbibliothek zur Verfügung. Mit einem persönlichen Handbuch als Begleiter und unter der Führung von Jana Rolnik erfahren Besucher, ob sie selbst demokratisch handeln, ob sie empathisches Verständnis für Alltagsprobleme anderer aufweisen und wie Sprache oder das Stöbern in den sozialen Netzwerken das Denken steuern kann.

Noch bis 6. Oktober

Die Zusammenarbeit und Umsetzung des mobilen Lernlabors der Anne-Frank-Stiftung wurde möglich durch den Einsatz von Barbara Gerl, Vertreterin der Israelitischen Kultusgemeinde, dem Verein „Dem anderen begegnen“ und dem Kulturreferat der Stadt Amberg, so wie der Förderung des Bundes „Demokratie leben!“ Zu sehen ist die Dauerausstellung in der Stadtbibliothek noch bis 6. Oktober.

Gut beraten sind Besucher durch Jana Rolnik (rechts), die auch zuständig für Führungen durch die Synagoge ist.
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