09.08.2018 - 16:18 Uhr
AmbergOberpfalz

Wanderausstellung im Seniorenheim eröffnet

Seit über zwei Jahren tourt ein überdimensionaler Kopf durch Bayern. Seine Botschaft gibt es ab jetzt auch in Amberg zu entdecken: Demenz darf nicht vergessen werden.

Oberbürgermeister Michael Cerny, Heimleiterin Renate Rauch, Kristina Krötzsch von Sega und Georg Pilhofer (von links) von der gerontopsychiatrischen Koordinationsstelle Oberpfalz vor der Wanderausstellung, die derzeit im Heilig-Geist-Stift zu sehen ist.
von PKMOProfil

(pkmo) Für die kommenden drei Wochen beheimatet das Heilig-Geist-Stift Seniorenzentrum in der Infanteriestraße in Zusammenarbeit mit Sega, dem Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter, die Wanderausstellung "Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz" des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

Bereits über 230 000 Menschen leben in Bayern mit Demenz. "Dass diese Zahl in den nächsten Jahren eine steigende Tendenz annehmen wird, ist angesichts des demografischen Wandels sehr wahrscheinlich", so Georg Pilhofer von der gerontopsychiatrischen Koordinationsstelle Oberpfalz.

Viele interessierte Bewohner des Seniorenheims waren zu der Eröffnung gekommen. Unter den Gästen waren aber auch Mitarbeiter der AOVE, die mit ihrem Angebot "Alt werden zu Hause" einen wertvollen Beitrag für ein menschenwürdiges alt werden leisten, sowie Oberbürgermeister Michael Cerny. In seinem Grußwort betonte er die Notwendigkeit, über das Thema "Demenz" zu sprechen: "Das ist etwas, da spricht man nicht gerne drüber. Und wo man nicht gerne drüber spricht, gibt es auch nur wenig Informationen." Diese Schieflage an öffentlichen Informationsmöglichkeiten zum Thema "Demenz", vor allem für Angehörige von Erkrankten, bestätigte auch Kristina Krötzsch. Die Verwaltungskraft von Sega ist im familiären Umfeld selbst von der Krankheit betroffen. "Da muss man erst einmal selbst schauen, wo man Informationen her bekommt, weil es einfach keine Angebote gibt." Krötzsch bezeichnete die Ausstellung als gute Gelegenheit, einer Stigmatisierung der Krankheit entgegen zu wirken und die breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

In den kommenden Wochen finden zusätzlich Informationsveranstaltungen statt. Unter anderem zum Thema Vorsorgevollmachten (Dienstag, 21. August) oder zur Tagespflege im Bürgerspital (Donnerstag, 16. August). Oberbürgermeister Cerny freue sich auf viele weitere Projekte dieser Art, die mit dem neu entstehenden "Landesamt für Pflege" in Amberg in Zukunft vielleicht vor Ort konzipiert und erstellt werden.

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