20.12.2018 - 00:01 Uhr
AmbergOberpfalz

Wasserflaschen gegen das Ertrinken

Wie der Name schon sagt: Ziel der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft ist es, Leben zu retten. Dafür braucht es Personal und Material. Doch das kostet. Die Ehrenamtlichen in Amberg gehen auf der Suche nach Einnahmen neue Wege.

Die DLRG überlässt nichts dem Zufall. Auch die Eisrettung gehört zu den Aufgaben, die regelmäßig trainiert werden.
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Spendenaktionen zur Weihnachtszeit sind gang und gäbe. Eine besondere Aktion zugunsten der DLRG läuft bereits seit Anfang September im Edeka-Center an der Welserstraße. Wer dort Pfandflaschen abgibt, kann entscheiden, ob er den Bon mitnimmt und an der Kasse einlöst oder in ein Plastikkästchen steckt. Die Cent- und Euro-Beträge gehen dann direkt an die DLRG.

Gerhard Schottenheim hatte die Idee dazu: "Ich habe sie aus Norddeutschland mitgebracht. Dort ist es in vielen Geschäften üblich, die DLRG so zu unterstützen." Die Retter stünden dort, an der Nord- und Ostsee, wo es unzählige Badegäste gibt, viel mehr im Licht der Öffentlichkeit.

In Amberg ist der Schwerpunkt ein anderer. Die DLRG setzt verstärkt auf die Schwimmausbildung, denn: "Wenn dein Kind ein Seepferdchen hat, heißt das noch lange nicht, dass es auch wirklich schwimmen kann", gibt Schotten zu bedenken und fügt hinzu: "Dafür ist es aber auch wichtig, dass man gerade im Ehrenamt wirklich geschultes Personal aufbieten und auch dem Nachwuchs etwas bieten kann, um bei der Stange zu bleiben." Die Edeka-Aktion, die unbefristet auch nach Weihnachten läuft, soll dazu beitragen, die Kosten zu decken, die durch den Kauf eines Einsatzfahrzeuges entstanden sind. Bisher sind laut Schottenheim fast 500 Euro zusammengekommen.

Doch dem Vorsitzenden geht es noch um viel mehr: "Gut 800 Euro kostet es, wenn einer unserer Jugendlichen den sogenannten Lehrschein macht." Wer diesen besitzt, verfügt über das fachliche Wissen, Aufsichtspflichten nachzukommen und Kindern das Schwimmen beibringen zu dürfen. Die DLRG bietet vor diesem Hintergrund bayernweit Kurse an. Die Teilnehmer, die sich ausbilden lassen möchten, müssen mindestens 14 Jahre alt sein. Diese kinder- und jugendgerechten Kurse fanden bereits zweimal unter der Federführung der Amberger Ortsgruppe im Kümmersbrucker Bad K2 statt. Schottenheim: "Die Zusammenarbeit mit dem Bad in Kümmersbruck ist super. Vor allem auch, wenn wir als Gastgeber Teilnehmer aus ganz Bayern bei uns begrüßen konnten - und auch in Zukunft wieder können." Derzeit hat die Amberger Ortsgruppe ein Mitglied, dass den vierteiligen Kurs in Oberbayern absolviert. Was aber auch wieder Geld kostet.

So ist es laut Schottenheim erfreulich, dass Edeka-Geschäftsführer Jörg Kunert der Spendenaktion keine zeitliche Grenze gesetzt hat.

Im Kümmersbrucker Bad bietet die DLRG Schwimmkurse an.
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