Vor 41 Jahren starb Elvis Aaron Presley. Er, der im Februar1960 als Soldat auch nach Amberg kam und am Maxplatz stand, weil er auf einen Konvoi der US-Army wartete.
Nur 200 Meter davon entfernt ist jetzt einer aufgetreten, der noch nicht geboren war, als der Megastar am 16. August 1977 das Zeitliche segnete. So spann sich der Bogen von eben diesem Maxplatz hinauf zum Musikomm an der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Kaserne. Eine rockige Zeitreise mit schier unglaublichen Effekten. Da steht er also, dieser Ron Glaser. Vor lange zuvor ausverkauftem Haus und begleitet von seiner famosen Band The Ridin' Dudes. Eine Stunde lang machen sie Rock and Roll. Bereits dabei zeigt sich, dass Glaser nicht nur die rund 1000 Songs seines Idols Elvis beherrscht. Er kann Chuck Berry, legt eine perfekte Fassung von Dions "The Wanderer" hin.
Danach folgen Erinnerungen an Buddy Holly aus Lubbock (Texas) und Bobby Days "Rockin' Robin". Selten zuvor so gut gehört wie von diesen Leuten aus Österreich. Doch eigentlich ist ja Weihnachtszeit. Da sollte doch etwas über die Rampe kommen, das nach Elvis und seinen beiden Christmas-LPs klingt.
Presley zelebrierte Weihnachten wie kaum ein anderer Superstar. Er ließ an seiner Villa Graceland in Memphis (Tennessee) Tausende von Lichtern leuchten und zeigte sich dabei als einer, der von seiner religiösen Einstellung her zutiefst überzeugt war von christlicher Lehre. Im zweiten Teil des Programms wird das deutlich. Denn dann schlüpft Ron Glaser mit Leib und Seele in die Rolle seines Vorbilds. Der Mann aus St. Pölten gibt sich nicht mit einfachen Songs wie "Blue Christmas" zufrieden. Er geht den steinigen Weg zu schwierigen Liedern wie "Santa Bring My Baby Back To Me ". Auch das kann er und es ist für dreieinhalb Minuten, als ob Presley diesen Abend selbst bestreiten würde. Dann folgt etwas, das selbst eingefleischte Fans in solch grandioser Form nie erwartet hätten: "Santa Claus Is Back In Town" - eine Nummer, bei der Presley Blues und Jazz der Südstaaten zusammenführte. Man fragt sich: Wie kann das jemand so perfekt in der Retrospektive auf die Reihe bringen?
Zum Schluss noch Songs, die aus dem Hitparaden-Programm des Kings stammen. "Are You Lonesome Tonight" mit Rosenverteilung an entzückte Damen, ein nur angesungenes "Moody Blue" und "Suspicious Minds". Mit Weihnachten hat das wenig zu tun. Aber es ist, als ob da Lichter an einem Kranz brennen, die ein großartiger Musiker zu Ehren seines Vorbilds anzündet.
Fazit: Man muss diesen Ron Glaser hören, wenn die musikalische Affinität in Richtung Elvis Presley geht. Denn keiner außer ihm schafft die Nähe zum King so wie dieser Mann aus Österreich. 2019 am 7. Dezember ist er wieder in Amberg. Wir werden da sein. Versprochen!













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