27.06.2018 - 12:20 Uhr
AmbergOberpfalz

Wellness für die Ohren

Musiker aus aller Welt spielen für die neunte Orgel-Konzertreihe auf der Sandtner-Orgel in der Schulkirche. Ab Samstag, 30. Juni, laden Kulturreferat und Pfarrei St. Martin an elf Samstagen in Folge immer um 12 Uhr zum Genießen ein.

Sie freuen sich schon auf die neunte Auflage Orgelkonzert-Reihe, die am Samstag, 30. Juni, um 12 Uhr in der Schulkirche startet (von links): Organisator Bernhard Müllers, Sponsor Dieter Paintner (Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank), Barbara Cosima Frey (Kulturamt), Kulturreferent Wolfgang Dersch, Stadtpfarrer Thomas Helm von der Pfarrei St. Martin und Franz Meier, Vorsitzender des Orgelbauvereins.
von Redaktion ONETZProfil

(pjle) Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten, die dem Orgelbauverein für die Renovierung des Instruments in der Basilika St. Martin zukommen. "Mittlerweile bewerben sich die Musiker schon fast", sagt Bernhard Müllers, der als Regionalkantor der künstlerische Leiter der Reihe ist und das Programm zusammengestellt hat.

Die Sandtner-Orgel sei ein überregional bedeutendes Instrument, das vor 25 Jahren in das barocke Gehäuse der Schulkirche eingebaut wurde. Die hochwertigen Materialien und die gute Bauweise ließen bis jetzt keine Mängel auftreten, die Orgel sei ein wirklich nachhaltiges Instrument. Auch das trage zum Erfolg der Reihe bei. Die Kirchenbänke waren im Vorjahr bei allen Orgelkonzerten gut gefüllt. Ähnlichen Zuspruch erwarten die Veranstalter auch in diesem Jahr.

Den Auftakt am 30. Junigestaltet das Vokalensemble Vox Aeternamit Bernhard Müllersmit einem bunt gemischten Programm, das von Bach bis zu den Beatles reicht.

Am 7. Julikommt mit Franz Haukder Organist des Ingolstädter Münsters nach Amberg. Im Gepäck hat er laut Ankündigung Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach und Georg Muffat.

Das Konzert am 14. Julikam durch die Städtepartnerschaft von Amberg und dem französischen Périgueux zustande. Kulturreferent Wolfgang Dersch ist es gelungen, den Organisten der Kathedrale St. Front in Périgueux nach Amberg zu holen. Am21. Juli bespielt der Prager Organist Ales Nosekdie Sandtner-Orgel in der Schulkirche mit Werken der tschechischen Komponisten Linek, Kuchar und Brixi.

Aus Mexiko kommt der Musiker, der am 28. Julikonzertiert: Felipe Adrian Rojero Herrera ist Dozent an der Universität in Guadalajara und Gründer des dortigen Orgelfestivals. Er spielt auch eigene Kompositionen.

Der persönliche Höhepunkt von Bernhard Müllers ist das Konzert des Barockensembles Oltremontanoam 4. August. Er selbst wird die historischen Instrumente des Posaunenchors an der Orgel begleiten. Auf dem Programm stehen Werke von Giovanni Gabrieli, Heinrich Isaak und Alexander Utendal.

Das Konzert am 11. Augustbestreitet ein Student der Hochschule für Kirchenmusik in Regensburg: Der Nachwuchskünstler Raphael A. Vogl, der mit elf Jahren begann, das Orgelspielen zu lernen, hat bereits internationale Preise gewonnen und wird sein Studium künftig an der Juillard University in New York fortsetzen.

Der Italiener Enrico Presti ist promovierter Computerwissenschaftler, lehrt Literatur und Philosophie an der Universität in Bologna und hat außerdem ein Orgel-Diplom. Am 18. Augustspielt er unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Arvo Pärt und Christian Erbach.

Mit Luisa Râpâkommt am 25. Augustdie erste Künstlerin der Konzertreihe in die Schulkirche. Die Rumänin widmet sich Werken von Bach und Muffat, aber auch denen des 2008 verstorbenen Mauricio Kagel.

Das Konzert am 1. Septemberwird ein weiteres Highlight der Orgelreihe: Martin Sturmaus Würzburg ist nicht nur Organist, sondern auch Improvisator und Komponist. Er lässt neben den romantischen Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy vor allem Improvisationen erklingen.

Den Abschluss am 8. Septemberbestreitet Bernhard Müllers mit der Barockoboistin Karla Schröter. Das Duo spielt vorklassische Werke von Johann Wilhelm Hertel, Johann Ludwig Krebs und Gottfried August Homilius.

Der Flyer mit dem Programm liegt ab sofort in der Basilika St. Martin, in der Schulkirche, in der Tourist-Information und im Raseliushaus auf. Alle Infos können auch unter der Adresse www.amberger-orgelmusik.de im Internet abgerufen werden.











Info:

Orgelsanierung muss warten

Die Orgel von St. Martin ist sanierungsbedürftig. Das ist seit 2010 bekannt. Damals hat ein Sachverständiger erhebliche Mängel vor allem in der mechanischen Tontraktur und im Klangbild festgestellt. Vorne an steht aber aktuell die bauliche Sanierung im Inneren der Kirche. Um einen völligen Ausfall der Orgel zu verhindern, gründete sich vor sechs Jahren der Orgelbauverein. Die Kosten für die gesamte Orgelsanierung schätzt der Sachverständige auf eine Million Euro, knapp die Hälfte schießt die Diözese Regensburg zu. Die restlichen 500 000 Euro muss die Pfarrei selbst tragen - der Orgelbauverein unterstützt sie dabei. Seit 2011 wurden laut Angaben des Vereins schon rund 250 000 Euro für das Projekt eingenommen. (pjle)

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