19.08.2019 - 18:17 Uhr
AmbergOberpfalz

Werkvolk spendet 15.000 Euro für gemeinnützige Projekte

Geld zu spenden sei einfach, sagt Dagmar Kiener von Werkvolk. Seit 20 Jahren spendet die Genossenschaft zwei Prozent ihres Jahresüberschusses an wohltätige Projekte aus Amberg. Ein Vorbild auch für andere Firmen.

Insgesamt 15 000 Euro spendete die Werkvolk-Genossenschaft für wohltätige Zwecke. Von links: Wolfgang Erb, Sebastian Schuster, Marianne Gutwein, Dagmar Kierner und Bernhard Saurenbach.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Seit 20 Jahren ist es bei der Werkvolk-Genossenschaft Amberg schon Tradition, jährlich zwei Prozent ihres Jahresüberschusses an wohltätige Zwecke zu spenden. Die Kriterien, um berücksichtigt zu werden, sind recht simpel: Die Organisation darf nicht politischer Art sein, und es sollte ein Projekt aus Amberg sein.

Mit den diesjährigen Empfängern der insgesamt 15.000 Euro trafen sich zur Übergabe Altbekannte: Marianne Gutwein vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und Bernhard Saurenbach von der Amberger Tafel nahmen die Schecks für vier Projekte entgegen. Dagmar Kiener von der Werkvolk-Kiener-Stiftung ist sich sicher: "Hier kommt das Geld da an, wo es gebraucht wird." Und gebraucht wird es dringend.

Saurenbach betonte: "Ganz viel bei der Tafel geschieht ehrenamtlich, aber ohne Geld geht's eben doch nicht." Die Tafel erhält eine 3000-Euro-Spende. Laut Saurenbach kommen 700 Familien zur Tafel, davon 1200 Erwachsene und 700 Kinder. Etwa ein Drittel von ihnen sind anerkannte Flüchtlinge, der Rest Hart-IV-Empfänger und Rentner. Mit 6000 Euro geht die höchste Summe an den SkF, für dessen "Leuchtturmprojekt", das heißt für die neuen Schutzwohnungen, die derzeit entstehen. Ebenfalls ein Projekt des SkF, zusammen mit der OTH Amberg-Weiden und dem Lions-Club Amberg, ist "Endlich gecheckt". Amberger Studenten helfen Kindern und Jugendlichen, die Unterstützung beim Lernen brauchen. Hier geht es nicht nur darum, Stoff zu vermitteln, sondern vor allem darum, Perspektiven zu schaffen. Die Studenten sind gute Vorbilder für die Schüler. "Es ist ebenso eine tolle Erfahrung für die Studenten", sagte Gutwein, die den Scheck von 3000 Euro entgegennahm. Weitere 3600 gehen an zwei Deutschlandstipendien der OTH. Die je 1800 Euro ermöglichen nun zwei jungen Menschen das Studium. Dabei geht es nicht vorrangig um gute Noten, sondern vor allem um Engagement. Gutwein hob die tolle Geste der Werkvolk-Spende hervor. Kiener erwiderte: "Geld zu geben ist die einfachste Sache, aber Ehrenamtliche zu finden, ist die eigentliche Leistung."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.