Am Amberger Altstadtfest (21. und 22. Juni) gibt es heuer einige Plätze, an denen es etwas gemütlicher zugeht. Das Wild Vaitl gehört da sicher nicht dazu. Dort gibt es zwei Tage lang Rock, Punk und Metal auf die Ohren. Im siebten Teil der Altstadtfest-Reihe wirft Oberpfalz-Medien einen Blick aufs Vaitl, den Viehmarkt und zeigt, was dort geboten ist. So viel vorweg: Auf dem Weg ins Kult-Wirtshaus Wild Vaitl können die Besucher noch einen Abstecher in die Weinstraße machen. Da findet an beiden Tagen Darten für einen guten Zweck statt. Die Besucher können um ein Getränk spielen.
Heavy Metal, Punk und Rock 'n' Roll
Den Auftakt am Samstag machen um 17 Uhr die Jungs von One Step Further. Die Newcomerband spielte vergangenes Jahr das erste Mal auf dem Altstadtfest und sorgt auch diesmal wieder für eine Mischung aus Alternative und Pop-Punk. Dagegen seit Jahren dabei ist eine der wohl ältesten aktiven Motörhead-Tribute-Bands in Deutschland, Motörblöck. Dieses Jahr im April feierten sie ihr 30-jähriges Jubiläum und liefern ab 18.30 Uhr den charakteristischen Rock-'n'-Roll-Sound der englischen Kultband. Ebenfalls wieder mit von der Partie ist Special Gue$t. Ab 20 Uhr bis Mitternacht spielen die vier Musiker einen Mix aus zeitlosem „good old english” Punkrock, kraftvollem Streetpunk und dreckigem Highspeed-Rock 'n' Roll. Und beweisen einmal mehr, dass Punk alles andere als tot ist.
Am Sonntag startet um 16 Uhr die erste Band im Wild Vaitl. Wer Lust auf Heavy Metal hat, ist bei Burning Head an der richtigen Adresse. Angefangen haben die fünf Künstler mit Liedern von Metallica, Rage Against the Machine, AC/DC und Slipknot. Jetzt bringen sie auch ihre eigenen Songs mit auf die Bühne.
Neugründung nach sieben Jahren
Zum ersten Mal auf dem Amberger Altstadtfest mit von der Partie, die Skate-Punk-Band Beatnikz. Das sind Josch Eichermüller (Gesang, Gitarre), Wolfi Ruppert (Gesang, Gitarre), Leo Neller (Schlagzeug) und Tobi Böhm (Bass). Die Band Beatnikz an sich gibt es bereits seit 2008. Einziges Überbleibsel der originalen Konstellation ist Eichermüller. „Es gab immer mal wieder einen Wechsel in der Band, aber 2017 hatten wir unseren vorerst letzten Gig in Bayreuth. Danach ist jeder seine eigenen Wege gegangen", erzählt er. Wolfi Ruppert war zu dem Zeitpunkt schon seit einigen Jahren mit in der Band gewesen. "Der Wolfi hat mich dann 2023 gefragt, ob ich nicht Lust hätte mal wieder Musik zu machen."
Und das haben die beiden dann auch gemacht. Über ein Jahr hinweg haben sie zusammen Songs geschrieben, die Lieder aufgenommen und auf Spotify und YouTube veröffentlicht. Das Material sei auch ganz gut angekommen, meint Eichermüller. Nur live auftreten war bei vier Instrumenten und zwei Musikern dann ein bisschen kompliziert – Unterstützung musste her. Bei der Frage, wer den Part als Schlagzeuger übernehmen soll, waren sich Eichermüller und Ruppert direkt einig. Leo Neller ist der Mann für jede Band, die einen guten Drummer sucht. Er spielte unter anderem bei Toxic Angel und ist Mitglied bei One Step Further. Mit Tobi Böhm (One Step Further) am Bass war die Band dann komplett. Seit einem Jahr machen die Jungs jetzt zusammen Musik.
Wie ein zweites Wohnzimmer
Sich neue Songs zu überleben, liegt nach wie vor bei Eichermüller und Ruppert. "Wenn das Grundgerüst steht, kommen Tobi und Leo dazu und heben sie mit ihren Beiträgen noch einmal auf ein neues Level", sagt Ruppert. Seit die Band wieder komplett ist, haben die vier viel geprobt und weiter an ihrer Setlist gebastelt. Mittlerweile gibt es Material für über eine Stunde. Bis auf zwei Lieder, die noch aus der ersten Phase der Beatnikz in den 2010er Jahren stammen, sind alle anderen neu. An der Leidenschaft für Punkrock habe sich nichts geändert. Worauf die Musiker aber mittlerweile ein besonderes Augenmerk legen, sind mehrstimmiger Gesang und mehr melodische Elemente.
Am Altstadtfest im Vaitl zu spielen, sei ein bisschen wie Heimkommen, meint Ruppert. "Früher war das Vaitl unser zweites Wohnzimmer, dieses Mal stehen wir selbst auf der Bühne im Biergarten." Einen besseren Spot hätten sich die Jungs nicht vorstellen können. Alleine wegen der anderen Bands, die an den zwei Tagen im Vaitl auftreten. Special Gue$t seien lokale Helden, genauso wie Motörblöck. Mit den Kollegen von One Step Further sind die Jungs auch gut befreundet. Besser geht es nicht.
Der Tipp der Beatnikz
Einen Tipp, was die Besucher am Altstadtfest außerhalb des Wild Vaitls sonst noch auf keinen Fall verpassen dürfen, hat die Band noch. In Amberg gibt es viele schöne Plätze. Wer wirklich mal das Bedürfnis habe, das Vaitl für einen kurzen Moment zu verlassen, der könne sich am Samstag ja mal Toxic Angel am Schrannenplatz geben. Oder eben die alten Klassiker, die nicht alt werden: Grand Slam, AC/DC II im Landratsamt oder Bourbon, ebenfalls am Schrannenplatz.
Das Programm im Wild Vaitl
- Samstag, 17 Uhr: One Step Further
- Samstag, 18.30 Uhr: Motörblöck
- Samstag, 20.30 Uhr: Special Gue$t
- Sonntag, 16 Uhr: Burning Head
- Sonntag, 18 Uhr: Beatnikz




























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