30.12.2019 - 11:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Wirtschaft in der Region Amberg-Sulzbach profitiert von Ausländern

Die Wirtschaft in der Region hat sich positiv entwickelt. Das sagt Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der auch für Amberg zuständigen Hauptagentur in Schwandorf. Einen Hauptgrund sieht er in der Beschäftigung von Ausländern.

Markus Nitsch.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Wie Nitsch zum Jahreswechsel schriftlich mitteilen lässt, habe sich die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse 2019 erneut erhöht. Er nennt für die Region Amberg-Sulzbach die Zahl 56 900 und spricht von einem neuen Rekord. Möglich sei diese Entwicklung unter anderem deswegen, weil "Menschen aus zahlreichen Nationen ihre Arbeitskraft in den Unternehmen der Region eingebracht haben".

Zum Beschäftigungsaufbau beigetragen haben laut Nitsch Unternehmen aus allen Branchen. Hauptpfeiler seien in der Region Firmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen, aus dem Handel inklusive der Reparatur und Instandhaltung von Fahrzeugen, aus dem Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen und dem Baugewerbe sowie öffentliche Verwaltungen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe sich gegenüber dem Vorjahr in der Stadt um rund 500 Personen auf knapp 27 810 erhöht. Das entspricht einem Plus von rund 1,8 Prozent. Im Landkreis sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um circa 570 auf 29 100 gestiegen. Hier liegt die Steigerung bei etwa zwei Prozent.

Aufgrund der demografischen Entwicklung komme der Gruppe der Beschäftigten ohne deutsche Staatsangehörigkeit eine steigende Bedeutung zu. Zum Stichtag Ende März 2019 seien insgesamt 1820 ausländische Arbeitnehmer in der Stadt und knapp 2090 im Landkreis beschäftigt gewesen. Damit habe sich ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr in der Stadt um 180 und im Kreis um 280 Personen erhöht.

"Knapp sieben Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region Amberg-Sulzbach haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ohne sie könnten zahlreiche Stellen in den Betrieben nicht besetzt werden", macht Markus Nitsch deutlich. Wäre das nicht so, "würden womöglich Aufträge verloren gehen und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft verzögert". Zugleich zeige der Zuwachs, "dass der regionale Arbeitsmarkt attraktiv für Menschen aus anderen Ländern ist".

Die größte Gruppe in der Stadt stellen tschechische Staatsbürger mit rund 240 Personen, gefolgt von Menschen aus Polen (190), der Türkei (120), Rumänien (120) und Ungarn (110). Aus den klassischen Asyl-Herkunftsländern stammen laut Nitsch knapp 210 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Die größten Gruppen stellen die Syrer mit knapp 100 und die Iraker mit 60. Im Landkreis Amberg-Sulzbach besonders stark vertreten seien Polen (330), Rumänen (280), Tschechen (260) und Ungarn (110). Aus dem Kreis der Flüchtlinge gesellen sich 170 Frauen und Männer hinzu, darunter 80 Syrer und 40 Personen mit irakischer Staatsangehörigkeit.

Hier erklärt ein Iraker, warum er in Amberg arbeitet

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