10.12.2018 - 13:53 Uhr
AmbergOberpfalz

Wohnungs-Sanierungen im Eisberg-Viertel

Die Stadt stellt die Weichen, 421 Einheiten aus dem Bestand der Genossenschaft Wohnungsunternehmen Amberg zu modernisieren. Energetische Aspekte stehen im Vordergrund, da Zentralheizungen noch Mangelware sind.

Auch der Mietwohnungsblock Endemannstraße 1 - 5 in Amberg ist einbezogen in das Quartierkonzept Eisberg, das den Weg zur Sanierung von über 400 Wohneinheiten ebnen soll.
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Das Eisberg-Viertel gilt dem öffentlichen Image nach eher als ein Stiefkind der Stadtentwicklung. Das soll sich ändern. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates beschloss am Freitag einstimmig, die Erstellung eines sogenannten Quartierkonzeptes, um die energetische Sanierung eines Großteils des dortigen Wohnungsbestandes der Wohnungsunternehmen-Genossenschaft anzugehen.

Dieser Schritt, das erläuterte Baureferent Markus Kühne vor dem Gremium, stellt eine Voraussetzung dar, in ein spezielles Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgenommen zu werden. Im Gegenzug verpflichtet sich die Stadt, sich mit 20 Prozent der Kosten, die den Förderrichtlinien entsprechen, selbst einzubringen. Der Gesamtbestand der Genossenschaftswohnungen in diesem Viertel wird mit 778 Einheiten angegeben. 421 davon soll das Quartierkonzept erfassen. Durchweg Geschosswohnungen, entstanden in den Jahren 1922 bis 1962. Laut der Sitzungsvorlage sind derzeit lediglich 48 Einheiten davon mit einer Zentralheizung ausgestattet. Entsprechend niedrig sind die Mieten mit durchschnittlich 4,35 Euro pro Quadratmeter. Neben energetischen Fragen geht es auch um die Zuschnitte der Wohnungen und Fragen der Barrierefreiheit.

Einbezogen werden hauptsächlich Mietwohnungsblöcke etwa an der Endemann-, Plech- und Glückaufstraße. Die Kosten für die Stadt bezifferte im jetzigen Schritt Kühne auf 10 000 bis 20 000 Euro. Der Vorschlag wurde durchweg begrüßt.

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