16.04.2020 - 10:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Wolfgang Schmalzbauer feiert 70. Geburtstag

Er gilt immer noch als Autoritätsperson in schwarzer Robe - obwohl er schon ein paar Jahre in Ruhestand ist. Der ehemalige Amberger Landgerichtspräsident feiert einen runden Geburtstag.

Dr. Wolfgang Schmalzbauer
von Autor HOUProfil

Corona wirbelt auch bei ihm einiges durcheinander: Im Schlierseer Land wäre zusammen mit der Familie gefeiert worden. Auch ein Treffen mit Freunden und Weggefährten war fest ins Auge gefasst. Doch dieser 70. Geburtstag von Landgerichtspräsident a. D. Dr. Wolfgang Schmalzbauer fällt in eine Zeit der Ausgangsbeschränkungen. Deshalb ist der Jurist am heutigen Donnerstag, 16. April, zusammen mit Ehefrau Rita an sein Haus in Kümmersbruck gebunden.

Der Name Schmalzbauer lässt bei denen, die über Jahrzehnte hinweg mit Ambergs Justiz in beobachtender Rolle zu tun hatten, eine Vielzahl von Erinnerungen wach werden. Da war dieses Zimmer des Oberstaatsanwalts, von dem aus der promovierte Jurist als Ermittler tätig wurde und selbst hinaus ging, wenn es sich darum drehte, Beweise zu sammeln. Parallel dazu die großen und kleinen Sitzungssäle, in denen Schmalzbauer als Richter Platz nahm. Hier wie dort ging er akribisch jedem Detail nach.

Eine Autoritätsperson in schwarzer Robe. Immer darauf bedacht, der Wahrheit ans Licht zu verhelfen.

Es gab Stationen in Schmalzbauers Juristenleben. Von unten nach ganz oben. Richter in Nabburg und Schwandorf. Später Oberstaatsanwalt und Direktor des Amtsgerichts Amberg. Ab 2009 dann Präsident des Landgerichts. Damit war der gebürtige Amberger als Nachfolger von Klaus Demmel ranghöchster Staatsbeamter in den Bereichen Amberg und Schwandorf.

In seine Amtszeit fielen wesentliche Sanierungsabschnitte des Landgerichtsgebäudes an der Regierungsstraße. Eine große Aufgabe für Schmalzbauer. Doch zuvor schon hatte er sich mit der langen Geschichte dieses Gebäudes vertraut gemacht. Bis heute gibt es Führungen durch das Haus unter seiner Leitung. Keiner außer ihm kann die Historie besser deutlich machen.

Im Jahr 2015 trat Wolfgang Schmalzbauer in den Ruhestand. Bedacht mit Lob des damaligen Justizministers Winfried Bausback. Zurück im Landgerichtstrakt blieben Bilder, die der Künstler Schmalzbauer gemalt hat. Werke mit Bezug zur Justiz und Arbeiten, die zu genauer Betrachtung einladen. Über lange Zeit hinweg hatte Wolfgang Schmalzbauer den Kreisverband der Caritas geführt. Und auch auf dieser Ebene bewies er Führungsqualitäten.

Noch immer steht der Landgerichtsprädent a. D. daheim in Kümmersbruck in seiner Werkstatt und malt. "Die Kunst ist zum Schwerpunkt geworden", sagt er und fügt hinzu: "Ich experimentiere sehr gern". Genau das konnte der Jurist in seinem früheren Beruf nicht. Da zählten Fakten und sonst nichts.

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