21.01.2019 - 17:29 Uhr
AmbergOberpfalz

Ziel: Wasser für Bolivien

In der armen Gebirgsregion Ayopaya in Bolivien wird das Wasser knapp. Dieses Thema ist das Hauptanliegen von Runa Masi, einem Hilfswerk, das auch im Raum Amberg-Sulzbach viele Freunde hat. Die erfuhren jetzt Aktuelles aus Bolivien.

Die Dorfbewohner packen selber zu, wenn es um die Wasserversorgung geht. Das Verlegen der Rohre ist aber mühsam.
von Autor MMAProfil

Hans Bauer, der Zweite Vorsitzende von Runa-Masi, den viele auch als Leiter der katholischen Erwachsenenbildung in Amberg kennen, informierte zum Jahresbeginn über die produktive Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Ayopayamanta in der Kleinstadt Independencia. Seit über 31 Jahren funktioniere diese Hilfe zur Selbsthilfe, die mit Konzerten im Herbst vergangenen Jahres auch in unserem Landkreis ein wenig bekannter geworden ist.

Besondere Begegnungen

Beim Blick auf die Tournee und die Begegnung mit der Musikgruppe Sacambaya verwies Bauer besonders auf die Begegnung mit Coco Aquino, dem Faktotum und Leiter der Gruppe. Diese habe allen Unterstützern wie den Familien Hirsch, Moosburger oder Gramüller in Hahnbach oder Eva Mayerhofer-Dötsch in Trabitz große Freude gemacht. "Dank an die Natur" sei die Botschaft der Auftritte gewesen. Aber auch die immer deutlicher werdenden Probleme mit Klimaveränderung und zunehmender Trockenheit wurden angesprochen. In der armen Gebirgsregion Ayopaya wird zunehmend das Wasser knapp - und das Hauptanliegen von Runa Masi, die Wasserversorgung, damit immer dringlicher.

Leitung funktioniert schon

Für 2018 könne man schon auf Erfolge verweisen, berichtete Bauer und nannte das Wasserprojekt in der Gemeinde Sisi Cayamane. Dort, wie auch bereits in den Nachbargemeinden Chunavi und Sikimirani, funktionierten bereits die Leitungen, die die Dorfgemeinschaft gelegt habe: Menschen, Tiere und Felder könnten so in diesem Jahr ausreichend versorgt werden.

Ein neues Hauptprojekt in Riego Catacora ist derzeit im dritten und letzten Bauabschnitt. Noch rund 1000 Meter Drei-Zoll-Rohre müssen verlegt werden. Aber schon liegen neue Anträge vor, die alle Dorfbewohner mit Zusage der Mitarbeit aller Familien unterschrieben haben. Die Gemeinden von Chacovillque und Pajchanti-Aceramarca bitten explizit um Unterstützung für die Materialbeschaffung und Geräte zum Bau eines Wasserauffangbeckens und einer Wasserleitung zum Dorf.

Der Anbau und Verkauf von Erdnüssen sichert oft die Existenz.
Im spärlichen Wasser am Fluss wird die Wäsche gewaschen.
Im Blickpunkt:

Bei ihrer Tournee hat die Gruppe Sacambaya für ein Solaranlagen-Projekt gesammelt. Es soll die Menschen in ihrer Heimat unabhängiger von herkömmlichen Energien machen.

Wie wichtig die Unterstützung für Runa Masi und die Bewässerungsprojekte ist, zeigt ein Ausschnitt aus einem Rundbrief des Kulturzentrums: „Mit dem Wasser, das das Land nahe ihrer Häuser erreicht, können die Landwirte Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Mais, Bohnen anbauen und ihre Obstgärten, in denen Chirimoyas, Äpfel und vieles mehr wächst, bewässern. So bessert sich das Leben dieser Leute, da diese Lebensmittel nicht nur für den eigenen Gebrauch sind, sondern auch verkauft werden können.“

Runa Masi ist weiter auf Spenden angewiesen, die in vollem Umfang in die Projekte fließen (Spendenkonto: Liga-Bank Regensburg, DE 78 750 903 000 00 13 12 197).

Die Amberger Gruppe isst bei den Quetchua-Indios das im Erdofen zubereitete Lamm.
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