14.09.2018 - 13:13 Uhr
AmbergOberpfalz

Zwei Unfälle binnen zweier Stunden

Erneut hat es am Freitag an der berüchtigten Abzweigung beim Industriegebiet Nord gekracht - und zwar gleich in Serie. Die Unfälle dürften die Diskussion um eine Entschärfung der Gefahrenstelle ankurbeln.

Ziemlicher Totalschaden – so die Einschätzung der Polizei, nachdem bei Immenstetten ein links abbiegender Seat und ein geradeaus fahrender Mercedes frontal zusammengestoßen waren.
von Thomas Amann Kontakt Profil

(ath) Es war erst kürzlich Thema im Bauausschuss des Kreistags: Die Linksabbiegespur Richtung Industriegebiet Nord auf der Staatsstraße 2238 zwischen Immenstetten und Steiningloh ist ein Unfallschwerpunkt. Tenor der Diskussion: Eine Ampel könnte die Situation entschärfen, die am Freitagmorgen gleich wieder zwei Mal vorkam. Zwei Unfälle mit nahezu identischem Hergang an der gleichen neuralgischen Stelle, die ihrem Ruf damit trauriger Weise schon wieder gerecht wurde.

Diesmal innerhalb von nur zwei Stunden, was der Debatte erneut Zündstoff geben könnte. Man muss fast sagen, es war wie immer: Gegen 6 Uhr wollte ein 18-Jähriger aus Hirschau kommend mit seinem Ford Focus auf der Abbiegespur nach links zum Industriegebiet abbiegen. Er übersah dabei laut Polizei eine entgegenkommende 20-Jährige mit einem Ford Fiesta, die geradeaus Richtung Steiningloh fuhr. Es kam zum Frontalzusammenstoß, bei dem beide Beteiligten, die alleine in ihren Autos saßen, leicht verletzt wurden. Sie mussten vom Roten Kreuz zur Versorgung ins Klinikum St. Marien gebracht werden. An den Fahrzeugen entstand nach Auskunft der Beamten ein Gesamtschaden von rund 15 000 Euro. Das nahezu gleiche Spiel nur rund zwei Stunden später mit der Linksabbiegespur in der Hauptrolle: Gegen 8 Uhr versucht dort ein 49-Jähriger aus Hirschau mit seinem Seat nach Immenstetten einzubiegen und nimmt dabei einer 42-jährigen Ambergerin am Steuer eines Mercedes die Vorfahrt, wie die Ordnungshüter mitteilten. Die Frau war ebenfalls geradeaus Richtung Hirschau unterwegs gewesen.

Auch bei diesem Unfall prallten die zwei Autos frontal aufeinander, wodurch die Ambergerin leichte Verletzungen erlitt. Der Rettungswagen transportierte sie ins Klinikum. Der Schaden an den Autos dürfte sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen wie im anderen Fall. Die Staatsstraße 2238 wurde nach diesem Crash an der Unfallstelle halbseitig gesperrt, der Verkehr konnte nur einspurig im Wechsel daran vorbeifließen.

Thema im Kreistag:

Im Oktober vergangenen Jahres war der Unfallschwerpunkt an der Einmündung der Kreisstraße AS 30 in die Staatsstraße 2238 bereits Thema im Bau- und Planungsausschusses des Kreistages. Damals einigten sich die Kreisräte darauf, Geld für einen Ausbau der Gefahrenstelle und die Errichtung einer Ampel auszugeben. 250 000 Euro soll das Projekt kosten. Etwa ein Drittel, also rund 83 000 Euro, zahlt der Landkreis, den größeren Anteil der Freistaat Bayern. Laut Stefan Noll, zuständiger Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Amberg, soll die Baumaßnahme 2019 in Angriff genommen werden. Die amtliche Unfallstatistik weist zwischen 2007 und 2017 für die Einmündung 21 Unfälle aus. Dabei waren 4 Schwer- und 15 Leichtverletzte sowie erhebliche Sachschäden zu beklagen. (upl)

Berichte zu Unfällen in der Vergangenheit

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