27.06.2019 - 12:22 Uhr
AmmerthalOberpfalz

1. FC Nürnberg erfüllt große und kleine Fußballträume in Ammerthal

An diesem Mittwoch sind viele Buben sehr glücklich nach Hause gegangen: Die Profis des 1. FC Nürnberg erfüllen bei der DJK Amnmerthal unendlich viele Autogramm- und Selfiewünsche. Ein Siebenjähriger durfte sich ganz besonders freuen.

FCN-Torwart Christian Mathenia entdeckt das Schild, das der siebenjährige Ludwig (links) für ihn geschrieben hat und schenkt ihm dafür kurzerhand seine Handschuhe.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Es ist kurz nach 17 Uhr, als der Bus des 1. FC Nürnberg am Mittwoch auf das Sportgelände der DJK Ammerthal einfährt. Es spricht sich schnell unter den 1600 Zuschauern herum, denn innerhalb von Sekunden bilden sich Trauben vor den beiden Ausgängen des Busses. Der erste, der aussteigt, ist der neue FCN-Trainer Damir Canadi. Natürlich muss er gleich fleißig Fans abklatschen und seine Unterschrift auf den weinroten Clubtrikots hinterlassen.

Die Stimmung bei der DJK ist ausgelassen, fast wie auf einem Volksfest. Obwohl es brütend heiß ist und in der talartigen Senke kaum ein Lüftchen weht - die Fans freuen sich, dass der Zweitligist mal wieder auf Stippvisite in der Oberpfalz ist und sich dabei ganz nahbar gibt.

Als die Clubprofis und DJK-Spieler kurz vor Anpfiff aufs Feld laufen, ist der siebenjährige Marlon aus Kümmersbruck als Einlaufkind ganz vorn mit dabei. Denn neben ihm ist FCN-Kapitän Hanno Behrens. Das ist natürlich ein großes Erlebnis für den Buben. Obwohl er gesteht: "Eigentlich bin ich Ammerthal-Fan." Kein Wunder, schließlich ist der Siebenjährige Torwart in der G-Jugend der DJK. Marlon hat einen kurzen Moment mit dem Profi. "Das war toll." Zwar hat er sich Behrens nicht ausgesucht, sondern ist ihm zugeordnet worden. Mit der Wahl ist er aber doch ganz zufrieden, sagt er grinsend.

Ammerthal

Nach dem Spiel erlebt dann der ebenfalls siebenjährige Ludwig aus Sulzbach-Rosenberg seinen ganz großen Moment: In der Hand hält er ein Stück Karton, auf den er geschrieben hat, dass Torwart Mathenia nicht seine Nummer 26 - in Anlehnung an dessen Rückennummer -, sondern seine Nummer 1 ist. Der 1,90-Meter-Mann entdeckt das Schild und grinst den Buben an. Er fragt ihn tatsächlich, ob Ludwig seine Torwarthandschuhe haben möchte. Ludwig ist ganz perplex und sagt ganz schüchtern ja. Als Mathenia wieder weg ist, ist Ludwig immer noch ganz aufgeregt. "Mathenia ist spitzenmäßig", erzählt er und zieht die verschwitzen Handschuhe des Torwarts ganz stolz über. Den Mann im Tor beim 1. FC Nürnberg kennt der Siebenjährige sehr gut, "denn ich habe eine Dauerkarte beim Club. Da sehe ich ihn ganz oft". Fast hätte er geweint, sagt er, als ihn Mathenia angesprochen habe. "Da hatte ich einen richtigen Klos im Hals."

Zuschauerzahlen wie früher bei den Derbys gegen den FC Amberg

Für Reinhold Badura, Spielleiter der ersten Mannschaft der DJK Ammerthal, ist das Testspiel für seinen Verein ein "außergewöhnliches Ereignis gewesen". Zwar habe man früher bei Derbys gegen den FC Amberg auch mal Zuschauerzahlen um die 1500 gehabt, aber "bei den tropischen Temperaturen ist es schon toll, dass sich trotzdem so viele zwei Stunden lang in die pralle Sonne gestellt haben". Die Ausschenker an den Getränkeständen hätten alle Hände voll zu tun gehabt. "Keine Sekunde haben sie das Spiel gesehen." Die DJK-Mannschaft habe das Spiel freilich auch genossen. "Wenn auch die Freude etwas getrübt war durch die Verletzung unseres Mittelstürmers Jonas Weigert." Es sei etwas Besonderes für sie gewesen, gegen Spieler, die man aus dem Fernsehen kennt, zu kicken. "Vizenz Stemp ist ganz heiß auf das Trikot von Hanno Behrens gewesen. Er durfte es aber nicht verschenken, weil noch nicht genügend Trikots beim Club angekommen sind. Dann hat Behrens einfach auf dem DJK-Trikot unterschrieben."

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