16.07.2020 - 15:36 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Ammerthaler wollen der Bahn Dampf machen

Keine oberirdische Stromtrasse in der Nähe des Neubaugebiets. Das fordern einige Ammerthaler Gemeinderäte.

Ammerthaler Gemeinderäte von UWG und BFA haben sich hinsichtlich der geplanten Bahnstromtrasse durch das Ammerthaler Gemeindegebiet beraten und abgestimmt.
von Externer BeitragProfil

Einige Ammerthaler Gemeinderäte wollen verhindern, dass in der Nähe von Baugebieten in der Region Strommasten aufgestellt werden. In einer Pressemitteilung heißt es, dass Heinz Haubner von der Ammerthaler UWG und Stephan Koller vom Bürgerforum Ammerthal sich vor Ort die Pläne angesehen haben. Sie wollen nun die Kräfte bündeln, um das Projekt der Bahn in einen anderen Trassenverlauf zu bekommen.

Haubner wird darin zitiert: "Wir wollen hier nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip vorgehen und die Trasse einer anderen Gemeinde aufbürden." Es solle aber schon geprüft werden, ob zumindest auf die Länge von ein bis eineinhalb Kilometer nicht eine Erdverkabelung möglich sei.

Koller habe sich demnach mit der Technik beschäftigt und weiß, dass Erdverkabelung nur bedingt möglich ist. Kürzere Distanzen seien aber nicht komplett unmöglich. Ein Problem sei auch die Frequenz: "Mit der üblichen 50 Hertz-Frequenz unseres Stromnetzes kann die Bahn nichts anfangen. Sie benötigt 16, 7 Hertz", erklärt Koller. Man könne sich eine Interessengemeinschaft mit Ammerthalern vorstellen. "Wir erwarten auch, dass sich der Bürgermeister einbringt und einen Termin mit Bahn-Verantwortlichen einfordert", wird Haubner zitiert. "Nur wenn die Planer der Bahn merken, dass die kostengünstigste Lösung nicht die ist, die die betroffenen Bürger wollen und dieses Gefühl stark ist, dann können wir vielleicht auch etwas bewegen", ergänzt Koller. "Auch wenn es heute noch keinen parlamentarischen Planungsauftrag für die Elektrifizierung gibt, er wird kommen", so der Gemeinderat.

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