16.12.2019 - 16:13 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Bürgerforum Ammerthal stellt seine Liste auf

Das Bürgerforum Ammerthal, 2012 hervorgegangen aus dem Streit um den Anschluss an das Amberger Wassernetz und für die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser, hat seine Kandidaten für die Gemeinderatswahl nominiert.

Für das Rathaus in Ammerthal wünscht sich das Bürgerforum einen Ausbau zu einem barrierefreien Bürgerhaus.
von Ingrid Voigt Kontakt Profil

Über ein Drittel der Kandidaten sind Frauen, worauf Vorsitzender Stephan Koller laut einer Pressemitteilung sehr stolz ist. Es sei echt schwer, Frauen zu motivieren, auf einer Liste zur Wahl zu kandidieren, sagt er. Auf den ersten sieben Listenplätzen findet sich laut Koller mit Heidi Becker eine aussichtsreiche Kandidatin für das Gremium ab Mai 2020, die sich zu zwei sehr jungen Gemeinderatsbewerbern, John Champlin (18) und Nicolas Koller (20), gesellt.

An der Spitze stehen Stephan Koller und Hans Lang, die mit Manfred Schmidt „nicht nur einen hochkarätigen Belegschaftsvertreter eines Amberger Automotive-Konzerns, sondern auch einen sehr geeigneten Vertreter der Bürger Ammerthals an Bord haben“. Listenplatz 4 der insgesamt 19 Kandidaten nimmt Schriftführer Reinbert Eckl ein. Ihn bezeichnet das Bürgerforum in seiner Pressemitteilung als Verkehrsexperten in diesem Gremium. Er sei stets darum bemüht, Vorschläge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einzubringen. Bei der Nominierung war auch Bürgermeisterin Alexandra Sitter anwesend, die die gemeinsame Zusammenarbeit sehr lobte. Vor der Nominierung der Kandidaten hatten die Mitglieder des Bürgerforums Ammerthal ihr Wahlprogramm beschlossen. Verantwortlich für die Entwicklung des Wahlprogramms war Günter Malchow, der ebenfalls auf der Liste für die Kommunalwahl kandidiert. Mit den Ideen, mit Transparenz und Bürgerbeteiligung sei man genau das Gegenteil von dem, „was die wenig ruhmreiche Ammerthaler CSU mit ihrem ureigenen, so manchen irritierenden Stil, verkörpert“, so Koller.

Die Schwerpunkte im Wahlprogramm:

Kommunalwahl 2020 - Unser Programm für die Gemeinde Ammerthal

Das Bürgerforum Ammerthal hat sich für die neue Wahlperiode laut Pressemitteilung einige Schwerpunkte gesetzt. So soll die kommunale Kindertagesstätte auf dem Gelände zwischen Schule und bestehendem Kindergarten bis Herbst 2020 realisiert werden. Gemeindliche Straßen und Gehsteige seien nach Prioritätenliste zu sanieren, das Rathauses zu einem barrierefreien Bürgerhaus mit Saal für Trauungen, Ausstellungen, Sitzungen und Tagungen ausgebaut werden.

Im Gemeindebereich sei der Glasfaserkabel-Ausbau voranzutreiben. Weiter fordert das Bürgerforum eine "sinnhafte Ausweisung neuer Baugebiete zur Abrundung des Dorfbildes", realisiert werden soll das Baugebiet Kreuzäcker an der Fichtenhofener Straße mit einer Erweiterung in Richtung Norden und Westen. Spielplatz und Freizeitgelände beim Stodlwirt könnten zu einem Mehrgenerationen-Treffpunkt für körperliche und sportliche Aktivitäten ausgebaut werden, wofür Bewegungsgeräte angeschafft werden sollen. Das Bürgerforum steht nach eigener Aussage für eine Unterstützung der gastronomischen Angebote mit Ammerthaler Hof, DJK-Sportheim, Landgasthof in Fichtenhof und eventuell Wiederbelebung des Stodlwirts.

"Wir schließen eine Reaktivierung des mit Atrazin und Desethylatrazin belasteten Brunnens zur Trinkwasserversorgung kategorisch aus und bleiben bei der qualitativ hochwertigen Belieferung der Gemeinde mit Amberger Wasser", heißt es seitens des Bürgerforums weiter. Geprüft werden soll die Möglichkeiten einer mittelfristigen Versorgung von Viehberg mit Amberger Wasser. Weiter wird für drei bis maximal fünf Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile im Bereich des Stodlwirt-Parkplatzes mit der Möglichkeit zum Wasser- und Stromanschluss und Entsorgungsmöglichkeiten plädiert. Neben dem Ausbau einer guten Verbindungsstraße von Ammerthal nach Ursensollen fordert das Bürgerforum auch "die abschließende Klärung der seit Jahren bestehenden, fragwürdigen und brachliegenden Bauaktivitäten an der Amberger Straße wie zum Beispiel Zufahrten zu Firmengeländen und Erschließung der Straße zum Gewerbegebiet".

Auf der Agenda stehen weiter die Verbesserung der Verkehrssicherheit in Ammerthal, die Förderung von Mitfahrbankerln und eine aktive Werbung für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Zudem wird die Erschließung eines Mischgebietes südlich der Amberger Straße mit Neubau eines Abwasserkanals nach Unterammerthal mit Anschluss der Amberger und Nordgaustraße zur Entlastung des Kanals in der Wolfgangstraße gefordert.

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