Die Kita war am 1. September vorerst mit elf Mädchen und Buben in Betrieb gegangen. Geplant ist die Einrichtung mit dem offiziellen Namen „Zwergenland“ im Endausbau für 22 Kinder im Kindergarten und 12 in der Krippe.
Der Umbau des Rathaus-Obergeschosses, in dem sich früher eine Filiale der Raiffeisenbank befand, zu einer Kita ist in Ammerthal seit Monaten ein kommunalpolitisches Streitthema, weil die ehemalige Gemeinderatsmehrheit das Raumproblem eigentlich durch einen Neubau direkt neben dem bestehenden Kindergarten lösen wollte.
Die neue Mehrheit aus CSU, CWG und BZA strich dieses Vorhaben nach der Wahl erst einmal und setzte auf die Variante Umbau im Rathaus als provisorische Lösung für einen Übergangszeitraum.
Eine Prestigefrage
Die rechtzeitige Fertigstellung der Räume für das Zwergenland wurde deshalb zu einer Prestigefrage und zum Gegenstand zahlreicher Wortgefechte im Gemeinderat. Nachdem die Sprecher von UWG und BFA im Zuge der Haushaltsverabschiedung am Mittwoch den ganzen Vorgang erneut als „Verschwendung“ und "Ideologie“ gebrandmarkt hatten, hielt ihnen Bürgermeister Peter entgegen, er habe in der Verantwortung gestanden, bis zum 1. September eine Lösung umzusetzen. „Und die Kinder und die Eltern sind glücklich über diese Lösung.“
Zu den Finanzen erläuterte Peter, der neue Kindergarten sei mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt gewesen, bei einer Förderung in Höhe von einer Million Euro. „Davon waren aber 440.000 Euro schon im März weg“, weil man vorgegebene Termine nicht eingehalten habe. Die Vorbereitung für den Bau sei bereits im März „sieben Monate hinten dran gewesen“. Die restliche Förderung in Höhe von 550.000 Euro bekomme die Gemeinde „immer wieder“, also auch, wenn in einigen Jahren der Anbau an den Kindergarten doch noch realisiert werde.
Feier im Oktober
Dem BFA-Gemeinderat Stephan Koller, der diese Argumente nicht anerkennen wollte, hielt Peter entgegen, wenn er, Koller, den Kindergartenbau mit so viel Engagement vorangetrieben hätte, wie er anschließend in den Kampf gegen die neue Lösung investiert habe, dann wäre das Projekt viel weiter gekommen.
Eine Eröffnungsfeier wird es am Dienstag nicht geben, wie Anton Peter der AZ mitteilte. Sie werde aber noch kommen: „Wir planen einen offiziellen Akt für Mitte Oktober.“

















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