16.11.2018 - 12:19 Uhr
Oberpfalz

ARD stellt Lindenstraße ein

Schock für Lindenstraße-Fans: Die Kultserie in der ARD wird nach 34 Jahren eingestellt, wie der Sender in einer Pressemitteilung bekannt gab. Die Macher versprechen ein fulminates Finale.

Symbolbild
von Julian Trager Kontakt Profil

Die wöchentliche Serie "Lindenstraße" wird nach über 34 Jahren nicht fortgeführt. Das hat die ARD in einer Pressemeldung bekannt gegeben. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hat sich demnach mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrages mit der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion ausgesprochen. Die letzte Folge der Serie wird im März 2020 im Ersten ausgestrahlt.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Diese Entscheidung hat sich die Fernsehprogrammkonferenz der ARD nicht leicht gemacht. Denn die 'Lindenstraße' ist eine Ikone im deutschen Fernsehen, die uns seit Jahrzehnten begleitet. Sie ist Spiegelbild der Geschichte und Entwicklung unserer Republik. Sie hat Akzente gesetzt, die prägend bleiben werden - ein Verdienst engagierter, leidenschaftlicher Macher. Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie. Hans W. Geißendörfer hat als Vater der 'Lindenstraße' Fernsehgeschichte geschrieben. Ihm und seiner Nachfolgerin Hana Geißendörfer sowie allen Mitwirkenden gelten unser Respekt und unser Dank. Und noch ist ja nicht Schluss: Wir versprechen allen Zuschauern und treuen Fans bis 2020 noch viele interessante Folgen und ein fulminantes Finale."

Jörg Schönenborn, WDR-Fernsehdirektor: "Mein besonderer Dank gilt dem Erfinder der Serie, Hans W. Geißendörfer, seiner Nachfolgerin Hana Geißendörfer, dem Ensemble und dem ganzen Team - und nicht zuletzt dem Publikum, das der 'Lindenstraße' seit mehr als 30 Jahren die Treue hält. So sehr der Abschied auch schmerzt, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, denn sie haben mit der 'Lindenstraße' geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus große gesellschaftliche und politische Themen abzubilden. Wir sind der Gemeinschaft der ARD dankbar, dass sie die 'Lindenstraße' über Jahrzehnte mitgetragen hat und bedauern, dass sie keine Möglichkeit mehr sieht, die Serie fortzuführen. Gleichzeitig verstehen wir, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der ARD geändert haben und Produktionen neu bewertet werden müssen."

Die wöchentliche Serie "Lindenstraße" erzählt seit ihrem Start am 8. Dezember 1985 Schicksale und Geschichten des bundesrepublikanischen und gesamtdeutschen Lebens. Sie spiegelt mit ihrer Figurenkonstellation realitätsnah die Vielfalt des gesell-schaftlichen Lebens und deren Entwicklung wider. Dabei erzählt die Serie immer wieder auch provokante Geschichten, die Diskussionen anregen und oftmals auch für Aufregung gesorgt haben. Die "Lindenstraße" hat sich in den Jahrzehnten kontinuierlich verändert und entwickelt. Mit einem breiten Social-Media-Angebot und Events wie "Lindenstraße meets Funkhausorchester", bei dem das WDR Funk-hausorchester die Filmmusik live vor Publikum im großen Sendesaal des WDR einspielte, wurde die Publikumsbindung forciert.

Noch bis März 2020 können die Zuschauerinnen und Zuschauer die Geschichten der Lindensträßler mitverfolgen.

Aus für Lindenstraße

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Nur kurze Zeit nachdem Hans Beimer (Im Bild: Schauspieler Joachim H. Luger) die Serie verlassen hat, wird bekannt gegeben, dass die Sendung eingestellt wird.

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