09.09.2018 - 14:38 Uhr
ArzbergOberpfalz

Rettungskräfte arbeiten Hand in Hand

Eine beeindruckende Einsatz- und Schauübung der Feuerwehr Arzberg lockt auch zahlreiche Interessierte. Doch die sind diesmal ausdrücklich erwünscht.

Rettungseinsatz vor großem Publikum, das dieses Mal ausdrücklich erwünscht ist.
von Josef RosnerProfil

Die Arbeit der Rettungskräfte wird immer schwieriger. Nicht selten ist zu lesen: „Schaulustige behindern Rettungskräfte" oder "Gewalt gegen Einsatzkräfte“. Auch vor diesem Hintergrund fand am Samstagnachmittag in der Egerstraße eine große Einsatz- und Schauübung statt, an der 140 Einsatzkräfte aus 11 Feuerwehren mit 20 Fahrzeugen teilnahmen. Dieses Mal waren die rund 200 Zuschauer gerne gesehen. Auch durfte mit den Handys fotografiert werden, was sonst bei Einsätzen ausdrücklich nicht erwünscht ist.

Kreisbrandinspektor Armin Welzel ergriff das Wort und forderte für Leute, die Rettungskräfte angreifen oder behindern, die volle Härte des Staates. „Es läuft etwas schief in unserem Staat, wenn, wie in manchen Großstädten schon geschehen, Feuerwehr nur noch in Begleitung der Polizei zum Einsatz fahren kann.“ Wertevermittlung müsse schon im Kindergarten und in der Schule beginnen. Welzel schloss: „Wir, die Rettungskräfte, sind die Guten in unserer Gesellschaft. Wir helfen.“

Welzel machte in seiner Moderation bei der Großübung deutlich, wie wichtig eine gute Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Rettungskräften ist. „Nur mit blindem Vertrauen untereinander lassen sich Menschen retten.“ Die insgesamt 140 Rettungskräfte bei der Übung kamen aus den Feuerwehren Arzberg, Schlottenhof, Seußen, Oschwitz, Haid, Bergnersreuth, Röthenbach, Hohenberg/Eger, Schirnding, Neuhaus/Eger und Marktredwitz. Mit dabei auch vier BRK-Kräfte aus Arzberg.

Nach gut 60 Minuten war die Schauübung beendet. Kreisbrandrat Wieland Schletz zeigte sich auf Nachfrage mit dem Gezeigten sehr zufrieden und lobte die Unaufgeregtheit der Einsatzkräfte. Schletz dankte der Feuerwehr Arzberg, dass sie die breite Öffentlichkeit umfassend informiert, wie ein Einsatz in der Realität aussehen kann. Den Kreisbrandrat freute vor allem die gute Zusammenarbeit der Wehren untereinander. Sein Fazit: „Unsere Bevölkerung kann sich auf die Feuerwehren verlassen." Im Anschluss lud die Feuerwehr Arzberg zum traditionellen Schlachtschüsselessen ein.

Bergung einer verletzten Person von einem Flachdach mittels einer Leiter und einer Schleifkorbtrage.

Bergung verletzter Personen per Drehleiter.

Bergung verletzter Personen per Drehleiter.

Kreisbrandrat Wieland Schletz, Kreisbrandinspektor Armin Welzel und der Arzberger Gruppenführer Andre Weid (von links) im Gespräch.

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