28.01.2019 - 16:58 Uhr
AuerbachOberpfalz

Auerbach bekommt Dirt-Bike-Anlage

Eine Photovoltaik-Anlage auf der Bergehalde im Gewerbegebiet Leonie ist an der Frage der Wirtschaftlichkeit gescheitert. Jetzt tut sich eine Alternative mit hohem Freizeitwert auf.

Symbolbild.
von Autor SCKProfil

Der Stadtrat behandelte in seiner Januar-Sitzung einen der Antrag der Freien Wähler/Aufschwung Auerbach (FW/AA) für den Bau einer Dirt-Bike-Anlage. In der Bereicherung des Freizeitangebots der Stadt sah die Fraktion eine sinnvolle Nutzung und begründete dies mit dem Trend zu dieser Mountainbike-Spielart.

Dazu passend wurde mit dem Fuß- und Radweg Weidlwang - Hainbronn eine attraktive Verbindung zwischen Auerbach und Pegnitz geschaffen. Der Pump-Bike-Trail und ein kleiner Dirt-Bike-Trail in Pegnitz sowie das gut angenommene Mountainbike-Angebot der Naturfreunde Auerbach passten ins Bild eines Booms der Outdoor-Sportarten.

Die Bergehalde ist aus Sicht der Freien Wähler/Aufschwung Auerbach ein idealer Standort für die Erweiterung des Freizeitangebots. Mit einer Dirt-Bike-Anlage bestehe eine gute Möglichkeit, die Stadt für Bewohner und Besucher attraktiver zu machen, sagte Fraktionssprecher Holger Eckert.

Die Schaffung dieser Anlage begrüßte SPD-Fraktionssprecher Edmund Goß und regte eine baurechtliche Prüfung an, ob nicht auch die städtische Skateranlage auf dem Gelände Platz finden könne. Dagegen wollte CSU-Fraktionssprecher Herbert Appl den Antrags vertagen, weil erst die Haftungsfrage geklärt werden müsse. Bürgermeister Joachim Neuß kam ihm entgegen mit dem Angebot, einen Haftungsausschluss in den Beschlussvorschlag aufzunehmen. Die Klärung der Haftungsfrage laufe ohnehin bereits, und dass die Benutzung der Anlage "auf eigene Gefahr" erfolge, sei ja im Antrag enthalten.

Weiter schlug Appl vor, diese Sportanlage für einen Verein zu bauen. Beim Bau für eine Interessensgruppe aufgrund eines Trends befürchtete, dass die Anlage verwaise, wenn andere Attraktionen Aufmerksamkeit erregten. Dem widersprach Neuß, der die Anlage als Erweiterung des städtischen Freizeitangebots sah; ähnlich wie etwa Boulderhalle, Fuß-, Wander- und Radwege, Spielplätze, Trimm-Dich-Pfad oder Bäder. Die Stadt baue diese Anlage mit Kosten von etwa 5000 Euro zugunsten der Interessenten und nicht für einen Verein.

Bernd Scheller (Grüne) befürwortete den Antrag, und auch Johann Kaiser für die CUU signalisierte Zustimmung. Beide erkannten ein sinnvolles Freizeitangebot an die Jugendlichen. Die Grundarbeiten könne der städtische Bauhof verrichten. Das benötigte Material ist auf der Bergehalde vorhanden. Als Leistung des Bauhofes ist nur eine Trasse zu planieren. Bei der Konzeption und bei den Arbeiten zur Errichtung und dem Unterhalt der Anlage wird die Interessensgruppe mitwirken. Entstanden ist sie aus der Initiative "Jugend4Jugend" des städtischen Jugendbeauftragten Michael Streit.

Schließlich fasste der Stadtrat einstimmig den Beschluss, die beantragte Dirt-Bike-Anlage auf dem Gelände der ehemaligen Bergehalde Leonie zu genehmigen. Umgesetzt werden soll der Plan unter der Prämisse der Haftungsfreiheit der Stadt Auerbach.

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