18.04.2019 - 18:12 Uhr
AuerbachOberpfalz

Auerbach hat "leistungsfähiges Krankenhaus"

Für die bestmögliche Behandlung der Patienten engagiert sich der Förderverein St.-Johannes-Klinik und Rettungswache. Seit seiner Gründung hat er schon eine beachtliche Geldsumme dafür aufgetrieben.

Noch in diesem Jahr werden die im ehemaligen Schwesternwohnheim (rechts) der St.-Johannes-Klinik untergebrachten unbegleiteten Flüchtlinge ihr Domizil verlassen. Bei der Hauptversammlung des Fördervereins St. Johannes Klinik und Rettungswache deutete Vorstand Klaus Emmerich eine weitere neue Form der Kooperation in den Räumlichkeiten an.
von Autor CSProfil

Für nahezu 50 000 Euro schaffte der Förderverein bisher medizinische Geräte an, die das Budget des Kommunalunternehmens Krankenhäuser und der Rettungswache nicht abdeckte. "Es freut mich immer, wenn so die Lebensqualität und Lebensfreude der Patienten erhalten werden kann", erklärte die Vorsitzende Elisabeth Kolleng in der Jahreshauptversammlung.

Anschaffungen getätigt

Bei der Gruppentherapie im Freien kommen jetzt zwölf kompakte Stühle und zwei Tische mit passendem Sonnenschutz zum Einsatz. Möglich wurde die Investition durch eine Spende von Klaus Emmerich, Vorstand des Kommunalunternehmens Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach, und des ansässigen Unternehmens ZF. Die Rettungswache bekam ein Kombigerät im Wert von 2650 Euro, das bei Rauchvergiftungen Pulsfrequenz, Sauerstoffgehalt und Kohlenmonoxydgehalt im Blut misst. Der Auerbacher Franz Steubl griff dem Förderverein bei dieser sinnvollen Beschaffung als Sponsor unter die Arme. Der Besuch am Heiligen Abend beim diensthabenden Personal stelle eine liebgewordene Geste der Anerkennung dar.

Klar positionierte sich Kolleng zur oft verbreiteten Meinung über kleinere Krankenhäuser: "Es trifft nicht zu, dass diese von schlechter Qualität sind. Wohl aber trifft zu, dass sich kleinere Kliniken gegenüber den Großen schwer tun." Umso dankbarer sei sie, dass Kreistag und Verwaltungsrat geschlossen hinter dem Auerbacher Krankenhaus stehen. "Unsere St.-Johannes-Klinik hat sich als Fachklinik für Innere Medizin mit erfreulich steigenden Fallzahlen im letzten Jahr und als Geriatriezentrum über Jahre hinweg einen hervorragenden Ruf erarbeitet."

"Wir Auerbacher können uns glücklich schätzen, ein leistungsfähiges Krankenhaus vor der Tür zu haben", betonte die Vorsitzende und schloss die Rettungswache ein. In Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund werde eine 24-Stunden-Bereitschaft für Notfallrettung und Versorgung gewährleistet.

Kassier Horst Müller, der den Mitgliederstand auf 109 bezifferte, meldete ein Plus. Für die Revisoren Thomas Neukam und Siegfried Senft gab es am Ergebnis nichts zu rütteln. Als Vertreter der Stadt war Dritten Bürgermeister Norbert Gradl das Dankeschön an den Förderverein ein Anliegen. Eine gewisse Fahrstrecke zu Fachärzten nehme die Bevölkerung in Kauf. Nicht akzeptiert werde aber, wenn es keine Grundversorgung am Wohnort mehr gibt.

"Persönliches Flair"

"Die St.-Johannes Klinik-ist nicht irgendein Krankenhaus, es hat ein sehr persönliches Flair", bescheinigte der Vorstand des Kommunalunternehmens Kreiskrankenhäuser, Klaus Emmerich. Er warnte vor dem immensen Schaden, wenn man Orten wie derzeit Hersbruck und Waldsassen das Krankenhaus nehmen wolle. Wenn die Bayerische Staatsregierung ein Bekenntnis zu kleinen Kliniken abgebe, dann müsse sie auch dafür sorgen, dass diese nicht geschlossen werden.

Vor dem Hintergrund, dass man in diesem Jahr die im ehemaligen Schwesternwohnheim der St.-Johannes-Klinik untergebrachten unbegleiteten Flüchtlinge verliert, deutete Emmerich eine weitere mögliche neue Form der Kooperation an, ohne sich näher zu äußern.

Die St.-Johannes Klinik-ist nicht irgendein Krankenhaus, es hat ein sehr persönliches Flair.

Vorstand Klaus Emmerich

Nach den Worten von Vorstand Klaus Emmerich ist die St. Johannes Klinik nicht irgendein Krankenhaus: "Es ist ein Haus mit sehr persönlichem Flair." Elisabeth Kolleng, die Vorsitzende des Fördervereins: “Wir können uns glücklich schätzen, ein leistungsfähiges Krankenhaus vor der Tür zu haben.”

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