18.02.2020 - 14:17 Uhr
AuerbachOberpfalz

Dreispuriger Ausbau der B 85 zwischen Auerbach und der A 9

Beim Straßenbaufachgespräch im Februar 2019 ging es um den dreispurigen Ausbau der B 85 zwischen Auerbach und der A 9 bei Pegnitz. Jetzt treffen sich die Verantwortlichen wieder und diskutieren erste Pläne.

Die B 85 im Bereich der Einfahrt zum Michelfelder Bahnhof. 2021 soll die Detailplanung für den Ausbau beginnen.
von Jürgen MaschingProfil

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Alois Karl kamen am Montagnachmittag Amtsleiter Henner Wasmuth und Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach mit einer Reihe von Bürgermeistern zusammen. "Mir ist der Dialog zwischen Mandatsträgern des Bundes, des Landes, der Landkreise und der Städte sowie der Gemeinden auf der einen Seite und dem Staatlichen Bauamt auf der anderen Seite wichtig", betonte Karl. Beim Reden solle es aber nicht bleiben, fügte er gleich hinzu. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Ausbau der B 85 zwischen Auerbach und der Auffahrt zur A 9 bei Neudorf. Wasmuth und Noll stellten das Projekt vor.

Jeder, der die B 85 von Auerbach nach Pegnitz oder umgekehrt befahre, kenne das Problem: Mit den erlaubten 100 Kilometern pro Stunde geht es bei Stoßzeiten selten voran. Viele Lastwagen verlangsamen den Verkehr von der Autobahnausfahrt bis zur Abzweigung der B 85 auf die B 470. "Es wurde auch eine Verkehrszählung an der Einfahrt zum Michelfelder Bahnhof durchgeführt, die dieses Baumaßnahme rechtfertigen", erklärte Bauoberrat Stefan Noll. Das Projekt ziele auf einen besseren Verkehrsfluss. "Wir geben dem Pkw-Fahrer die Chance, einen Lastwagen zu überholen", brachte es Noll auf den Punkt.

Nun soll die Bundesstraße auf einer Gesamtlänge von rund acht Kilometern ausgebaut werden. Wie auch in anderen Abschnitten der B 85 wird eine dritte Fahrspur angelegt, die abwechselnd genutzt werden kann. Dies soll in Höhe des Betonwerkes Ficker beginnen. "Ob vor oder nach der Brücke bei Michelfeld, muss noch geklärt werden", flocht Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuß ein. "Dies alles kann sich noch mehrere Jahre hinziehen. Aber die Vorarbeiten schreiten zügig voran", sagte Alois Karl.

Gerechnet wird zurzeit mit Ausgaben um die 30 Millionen Euro. Noll betonte: "Die Kosten für die Brückenbauwerke und die Erneuerung der Fahrbahn, die jetzt anstehen würden, stecken da mit drin." Der Ausbau eröffne auch die Möglichkeit, sich über einen Schallschutz zu unterhalten, merkte Bürgermeister Neuß an. An der Bestandstrasse gebe es kaum Möglichkeiten, aber an den Ein- und Ausfahrten sehe das anders aus. "Der Schallschutz ist ein fester Bestandteil der Planungsaufgabe", bestätigte Amtsleiter Wasmuth.

Die Detailplanung soll 2021 beginnen. "Es gibt die finanziellen Mittel dazu, so dass hier alles seinen Weg gehen kann", meinte Karl. Während der Bauzeit solle es keine Vollsperrung der B 85 geben.

Die B85 im Bereich der Einfahrt zum Michelfelder Bahnhof.

Das zweite wichtige Projekt für Auerbach sei der Flurweg entlang der B 470. "Nach 40 Jahren können wir das nun auch nun lösen", war der Bürgermeister zuversichtlich. Landwirte könnten dann auf kurzen Wegen zu ihren Feldern gelangen. "Und sie müssen nicht mehr durch Auerbach fahren", freute sich Neuß.

Weiter werde es auf der B 85 eine Fahrbahnsanierung zwischen Sulzbach-Rosenberg und Auerbach geben. "Wir werden hier in diesem Jahr noch beginnen", kündigte Noll an. Wo genau, werde aber erst noch geklärt. Es solle in den nächsten zwei Jahren die Fahrbahn abschnittsweise erneuert werden; verbunden mit halbseitigen Sperrungen und Verkehrsbehinderungen. "Zum Beispiel ist es bei der Dornischkreuzung auch gerechtfertigt, so etwas durchzuführen.", so Bauoberrat Stefan Noll am Ende.

Hintergrund:

Fernstraßen des Bundes

„Der Bund unterhält zur Zeit 13 000 Kilometer Bundesautobahnen und 38 000 Kilometer Bundesstraßen“, lieferte Alois Karl Zahlen. Der Bund habe seine Investitionen ins Fernstraßennetz von 4,97 Milliarden (2012) auf 7,84 Milliarden Euro (2019) gesteigert. „Davon profitiert auch Bayern“, führte der Abgeordnete weiter aus. Von 2002 bis 2019 habe der Freistaat rund 16 Milliarden Euro erhalten. Davon flossen in diesem Zeitraum rund 1,6 Milliarden in die Oberpfalz. „Grundsätzlich gilt“, ergänzte Karl, „dass der Bund auch 2020 ausreichend Mittel bereitstellt, um fast jede baureife Maßnahme beginnen oder fortführen zu können.“

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