27.12.2019 - 10:41 Uhr
AuerbachOberpfalz

Erlös geht an Archeladen und BRK-Hospizmobil

Das Advents- und Weihnachtskonzert des Männergesangvereins 1884 Auerbach bot Abwechslung. Zu hören waren Chorsätze, Motetten und Instrumentalstücke von Komponisten aus der Renaissance, der Romantik und bekannter Zeitgenossen.

gemischter MGV-Chor
von Autor SCKProfil

Dargeboten wurde eine variationsreiche Palette adventlicher und weihnachtlicher Melodien von örtlich gerne gehörten Solistinnen, Chören und Instrumentalgruppen. Sie alle musizierten bei freiem Eintritt für freiwillige Spenden nach einer adventlich besinnlichen Stunde.

Auch eine besondere Note

In der katholischen Pfarrkirche in Auerbach sangen deshalb nicht nur der gemischte Chor und der Männerchor des MGV unter Leitung von Markus Weber, sondern es sangen und musizierten auch Sandra Weber (Sopran), Catherine Winter (Mezzospran), der Chor der Schulschwestern unter Leitung von Schwester M. Theresia Hauthaler, der katholische Kirchenchor, dirigiert von Chorleiterin Agathe Schriml, die Flötengruppe von M. Theresia Hauthaler, Anja Kasseckert und Sandra Weber und das Bläsertrio Markus Toesko, Christian Lindner und Stefan Dietl. Eine besondere instrumentale Note brachten Katharina Kohl mit ihrem Akkordeon und Agathe Schriml den Cembaloklängen des Klavichords in die Begleitung der MGV-Gesänge.

Der Reinerlös des Konzerts war dem Auerbacher Archeladen und dem "Hospizmobil Herzenswunsch" des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zugedacht. Das Rote Kreuz hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit dem Hospizmobil, eines steht beim BRK Lauf bereit, Menschen in der letzten Lebensphase einen Herzenswunsch zu erfüllen. Das dortige Lauf folgt mit seinen ehrenamtlichen Helfern dem Vorbild der BRK- Kreisverbände Straubing und Berchtesgaden.

Am Ende des Konzertes erbat daher MGV-Vorsitzender Hans Steger eine großzügige Spende für die wohltätigen Zwecke und zur Anerkennung der musikalischen Leistung aller Mitwirkenden.

Das berühmte "Trumpet Voluntary" von Jeremiah Clark ließ das Trompetentrio Markus Toesko beim Auftakt des Konzerts erklingen. Pfarrer Pater Markus Flasinski lud ein: "Lasst uns nach Bethlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das Gott der Herr uns kundgetan hat." Er sprach vom Geschenk der Erlösung, auf das wir wie Hirten von Bethlehem antworten sollten, von der Vorbereitung auf die Begegnung der Liebe und des dankbaren Staunens.

Bei Georg Friedrich Händels "March Scipio" bot die Orgel zarte Töne im Hintergrund zu den Trompetenklängen. Bei den folgenden zwei beliebten Weihnachtsliedern des MGV-Männerchores hätte vielleicht mancher schon gerne mitgesungen. Auch die beiden adventlichen Lieder des Kirchenchores brachten vertraute Klänge zu Gehör. In die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in die Renaissance führten Sandra Weber und Catherine Winter mit "O lieber Herre mein" von Heinrich Schütz (1585 - 1672), dem Dresdner Hofkapellmeister, am Klavier begleitet von Agathe Schriml. Er hatte aber auch Engagements als Oberkapellmeister am Hof des dänischen Königs Christian IV. in Kopenhagen (1633 bis 1635 und 1642 bis 1644).

Einen Block von vier Adventsliedern hatte der gemischte Chor des MGV vorbereitet. Einer Komposition von Hugo Distler, der sich 1942 als er den Gestellungsbefehl zum Kriegsdienst erhielt, das Leben nahm, folgte, untermalt von Akkordeonklängen ein Weihnachtslied aus Südtirol, das bekannte "Kündet allen in der Not" und "O Maria, sei gegrüßt" aus der Feder des Oberpfälzers Max Reger.

Nach "Wachet auf, ruft uns die Stimme" in einer Eigenbearbeitung mit Flötenbegleitung und zwei Stücken der Bläsergruppe ging das Konzert vom adventlichen Teil über zu den weihnachtlichen Liedern. Einem Block von drei Weihnachtsliedern des gemischten MGV-Chors, darunter das in deutscher Sprache gesungene traditionelle Weihnachtslied "Hört ihr das helle Klingen" aus Polen folgte ein Lied aus Schlesien gesungen vom Chor der Schulschwestern.

Einen Akzent gesetzt

Hans Walter Bottenbruch, der das Konzert mit Gedichten - etwa von Joseph von Eichendorff oder von Joachim Ringelnatz - moderiert hatte, setzte einen Akzent mit einer weihnachtlichen Geschichte aus den Schützengräben des Jahres 1942: Da schwiegen die Gewehre als "Stille Nacht" angestimmt wurde, und Weihnachtswünsche ausgetauscht wurden über die Fronten hinweg, bis ein neuer Schießbefehl die Schützengräben erreichte.

Bottenbruchs Ruf "Dona nobis pacem" klang durch das Gotteshaus, ehe alle Mitwirkenden mit den Konzertbesuchern gemeinsam am Ende den Kanon "Dona nobis pacem" anstimmten.

Zum großen Finale stimmten allen Mitwirkenden mit ein.
MGV Männerchor

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