05.03.2020 - 09:51 Uhr
AuerbachOberpfalz

Wenn das erste Grün sprießt

"Im schönsten Wiesengrunde" fühlt sich der Spaziergänger im Flembachtal. Die Frühlingswanderung beginnt in Michelfeld bei Auerbach.

Gegenüber der Flembachhütte beeindruckt der mächtige Schelcherfels, der als Nistplatz für Turmfalken dient.
von Josef SchmaußerProfil

Die perfekte Wanderung zum Frühlingsstart ist die Tour von Michelfeld aus durch das romantische Flembachtal nach Steinamwasser. Nicht selten wird gesagt, dass hier das Lied "Im schönsten Wiesengrunde" entstanden sei. Man möchte es fast glauben, aber das schöne Volkslied des Juristen und Hobby-Komponisten Wilhelm Christian Ganzhorn (geboren am 14. Januar 1818 in Böblingen; gestorben am 9. September 1880 in Cannstatt) ist vor rund 150 Jahren im Schwäbischen entstanden.

Start für die nur zirka vier Kilometer lange Wegstrecke ist in Michlfeld. Am östlichen Ortsrand kann in der Straße "Am Flembach" geparkt werden. Vorbei an der "Hämmerlmühle" geht es am Bächlein entlang zu der ruhig gelegenen Ferienpension Staubershammer.

Frühblüher entdecken

Unterwegs kann man am Bachlauf, am Wegesrand und auf den Wiesen viele Frühblüher entdecken. Das reicht von Wiesenschaumkraut, über Veilchen und Buschwindröschen, bis zu der Knoblauchsrauke, dem Hohlen Lerchensporn im blühenden und verblühtem Zustand und dem Schöllkraut, dessen gelben Saft man erfolgreich gegen Warzen einsetzen können soll. Die großen Blätter einer hier vorkommenden Ampfer-Art wurden in der Zeit, als auf den Bauerndörfern noch keine Kühlschränke im Einsatz waren, zum Einwickeln der frisch gerührten Butter genommen. So konnte sie dann in der Speise oder im Keller gelagert werden.

Immer am Flembach entlang ist bald die beliebte Flembachhütte erreicht. Ihr gegenüber beeindruckt der mächtige Schelcherfels, der - wie man mit etwas Glück beobachten kann - als Nistplatz für Turmfalken genutzt wird.

Mächtige Dolomit-Riffe

Am Ziel Steinamwasser kann man auch dort, wie oftmals unterwegs, die mächtigen Dolomit-Riffe bewundern. Von hier aus ist man sehr bald in Oberfranken.

Am Ort gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten: Das Gasthaus "Zur frischen Quelle" (Ruhetage Montag und Donnerstag) und "Zum Mittler" (Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag ab 17 Uhr; bei Voranmeldung auch ab Mittag; Samstag von 11 bis 13.30 Uhr, abends ab 17 Uhr; Sonntag durchgehend geöffnet; Montag Ruhetag).

Ein Marterl am Wegesrand ist Zeichen der Volksfrömmigkeit.
Im Wiesengrund am Bachrand können Naturfreunde zur richtigen Jahreszeit ein großes Vorkommen der Pestwurz entdecken.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.