24.01.2019 - 15:04 Uhr
AuerbachOberpfalz

Mit Feuerwehr-Oldtimer durchs Katastrophengbiet

Toilettenpapier und Papierhandtücher werden für sechs Auerbacher Feuerwehrleute zu wichtigen Utensilien beim Kampf gegen den Schnee in den bayerischen Alpen.

von Autor SCKProfil

Bilder vom winterlichen Katastropheneinsatz im Berchtesgadener Land brachten nicht nur Farbe in die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Auerbach. Die Ansicht des bereits 35 Jahre alten LF 24 bedeutete auch einen Wink mit dem Zaunpfahl an Bürgermeister Joachim Neuß: "Wir brauchen das neue LF 20!"

Dass die sechs Helfer aus Auerbach für den Katastropheneinsatz das älteste Fahrzeug aussuchten, ergab sich aus der Überlegung, welche Ausrüstung im Kampf gegen den Schnee wichtig ist. Im Gegenzug mussten sie altersbedingtes Handicap in Kauf nehmen, etwa den Ausfall der Heizung. Freie Sicht durch die Windschutzscheibe wurde dann schon mal mit Klopapier und Papierhandtüchern geschaffen.

Humorvoll reagierte Bürgermeister Joachim Neuß auf diesen Einsatzbericht und dachte laut darüber nach, das Jahr 2019 unter das Motto "Imagepflegende Maßnahmen für die Stadt" zu stellen. Die acht Ortswehren verfügten über insgesamt 15 Einsatzfahrzeuge, deren Durchschnittsalter sich mit 13,2 Jahren errechne. "Die Anschaffung des neuen LF 20 ist bereits geplant"m versicherte er.

Per Handschlag wurden zu Beginn der Versammlung die Neuzugänge des vergangenen Jahres - Nino Özkaya, Marion Schieche, Andreas Schüpferling und Sven Zeilmann - als neue aktive Feuerwehrleute aufgenommen. Der Kinderfeuerwehr haben sich Emil Eisend, Jayden Fish, Alexander Kerner und Luca Julian angeschlossen. Sie waren aber zur abendlichen Stunde der Versammlung nicht persönlich anwesend.

Einen Überblick über das Vereinsleben der Feuerwehr Auerbach gab der Vorsitzende Thomas Kormann. Die Zahl von 214 Mitgliedern schlüsselte er auf in 94 Aktive und Anwärter, 38 Kinderfeuerwehrler, 62 fördernde und 19 passive Mitglieder sowie ein Ehrenmitglied.

Für ihr Florianstüberl kaufte die Feuerwehr eine große Gastro-Spülmaschine und eine Gläserspülmaschine. Die Küche erhielt einen Kühlschrank. Die aktive Mannschaft freute sich über 120 Wintermützen, bestickt mit dem Logo der Feuerwehr Auerbach. Zudem wurden die zwei Tablets beschafft.

Kommandant Sven Zocher ließ 133 Einsätze mit 2286 Einsatzstunden Revue passieren. Die 94 aktiven Feuerwehrleute erbrachten zudem 3703 Übungs- und Ausbildungsstunden.

Weitere Berichte über das abgelaufene Jahr gaben der Jugendwart Tobias Baumgart und der Verantwortliche der Kinderfeuerwehr, Harald Schmidt. Für den verhinderten Leiter der Atemschutztruppe, Philipp Lindner, verlas der Kommandant die Bilanz des vergangenen Jahres.

Qualifizierte Berichte der einzelnen Gruppen, aber auch die unterhaltsam vorgetragenen Informationen über den Katastropheneinsatz in Schönau fanden den Beifall von Kreisbrandinspektor Hans Sperber: "Die Stadt Auerbach kann stolz sein auf das Engagement ihrer Feuerwehr." Auch aus dem Berchtesgadener Land habe ihn hohes Lob für die Hilfeleistung erreicht.

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