31.01.2020 - 14:53 Uhr
AuerbachOberpfalz

"Frauen sehen es aus anderem Blickwinkel"

Bei der dritten Auflage der Bürgerinnenversammlung der Frauen-Union Auerbach stellen sich auch die vier Stadtratskandidatinnen der CSU vor.

In den Auerbacher Stadtrat einziehen wollen (von links) Claudia Kormann, Doris Mauser, Birgit Barth und Heidi Deinlein.
von Jürgen MaschingProfil

"Wir reden nicht nur, wir packen an" oder "Mehr Frauen im Auerbacher Stadtrat": Solche und ähnliche Sätze waren auf der dritten Bürgerinnenversammlung im Auerbacher Kolpingsaal zu hören. Die Frauen-Union (FU) Auerbach hatte dazu am Mittwochabend eingeladen. Aber auch ein paar Männer mischten sich unter die Zuhörerinnen.

Birgit Barth hat vor knapp einem Jahr das Amt der FU-Vorsitzenden übernommen. Nun freue sie sich, das 50. Mitglied im 30. Jahr des Bestehens der Frauen-Union zu begrüßen. Stolz sei sie auch, dass bereits an 786 Kindern ein Begrüßungsgeschenk ausgegeben wurde.

Neben Barth treten drei weitere Frauen auf der CSU-Liste für den Stadtrat an. Barrierefreiheit erhalte in Auerbach nicht die Aufmerksamkeit, die sie bräuchte, meinte Heidi Deinlein und nahm die Schule dazu als Beispiel. Claudia Kormann erklärte Natur und Tourismus zu ihren Themen im Wahlkampf. Dazu plädiert sie für einen besseren Ausbau der Radwege. Auch Doris Mauser aus Michelfeld will in den Stadtrat. "Frauen sind emotionaler, wir sehen es aus einem anderen Blickwinkel", war ihr Credo.

Birgit Barth stellte Auerbach nicht als geographischen Mittelpunkt des Landkreises, aber als "Stern des Nordens" dar. Deswegen wolle sie als Kreistagskandidatin Themen wie den Erhalt des Auerbacher Krankenhauses aufgreifen.

"Im Stadtrat sind einfach zu wenig Frauen", fand Bürgermeisterkandidat Uwe Ditz. "Wir wollen den Wechsel nach 24 Jahren, es soll dunkel-schwarz werden." Auch eine Aussage des Dritten Bürgermeisters Norbert Gradl zu seiner Person griff er auf: "Ich bin beruflich manchmal verhindert und kann nicht verstehen, wie mir vorgeworfen wird, dieses Stadtratsamt nicht mit Herzblut zu betreiben. Wer so blutleer im Stadtrat seine Zeit absitzt, hat nicht das Recht, über andere Kollegen öffentlich zu reden."

In der anschließenden Diskussion wurde wiederholt die Barrierefreiheit an verschiedenen Punkten in der Stadt angesprochen. "Am Rathaus gibt es Licht, auf dem Weg zur Kirche einfach zu wenig", sagte eine Besucherin. Auch der Verkehr in der Stadt und ganz besonders im Grünhof sei nicht zufriedenstellend geregelt. "Es wurde schon etwas gemacht, aber es muss mehr gehen", forderte eine Anwohnerin am Grünhof. Das Parken und der Verkehrsfluss in der Stadt müssten besser werden. "Die Dinge sind nicht einfach, aber wir werden darüber reden. Es bleibt nicht einfach liegen", versicherte Birgit Barth.

Bürgermeisterkandidat Uwe Ditz mit den Frauen von der Frauen-Union.
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