Update 04.07.2019 - 15:40 Uhr
AuerbachOberpfalz

Führungswechsel bei SPD-Frauen in Auerbach

Helga Ehrl und Elisabeth Kolleng: Mit diesen beiden Vorsitzenden kam die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokraatischer Frauen in Auerbach seit ihrer Gründung 1986 aus. Jetzt tritt die Dritte im Bunde das Amt an.

Viel Anerkennung gibt es bei der Verabschiedung für Elisabeth Kolleng, die 1990 zur Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen stieß und ab dem Jahr 2000 an verantwortlicher Stelle für die Frauengruppe gearbeitet hat. Im Bild von links Peter Danninger, Herta Süssner, Eva Goß, die neue Vorsitzende Brigitte Bradl, Elisabeth Kolleng, Anke Griesbeck, Angelie Leißner, Elfriede König und Dritter Bürgermeister Norbert Gradl.
von Autor CSProfil

19 Jahre lang hat Elisabeth Kolleng die derzeit 45 Mitglieder starke Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) geführt und geprägt. In der Hauptversammlung am Dienstagabend stellte sie sich nicht mehr zur Wahl. Als eine Aufgabe hat sich der neu aufgestellte Vorstand um Brigitte Bradl an der Spitze vorgenommen, das soziale Profil durch verschiedene Aktionen zu schärfen.

Ferienprogramm gestartet

"Das Herz sagt Ja, ich möchte weitermachen. Aber der Verstand sagt Nein, es geht nicht mehr", umriss Elisabeth Kolleng ihre Gefühlslage. Als Nachfolgerin von Helga Ehrl, der Gründerin der AsF im Jahr 1986, habe sie sich nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden bemüht, das Aufgebaute weiterzuführen. Der Schwerpunkt der politischen Arbeit liege auf sozialem Gebiet. Seit jeher setzten sich sozialdemokratische Frauen ein für Gleichberechtigung, eine adäquate Schul- und Bildungspolitik und für die Schwächsten in unserer Gesellschaft, nämlich die Senioren und Kinder. Das Ferienprogramm, das es in Auerbach 1991 zum ersten Mal gab, gehe auf die AsF zurück. Der überwältigende Zuspruch habe die SPD-Frauen zu weiteren Auflagen angespornt. Einige Jahre später hätten die Frauen-Union und dann die Vereine nachgezogen: "Schließlich wurde das städtische Ferienprogramm daraus - eine tolle Sache." Brücken habe die AsF gebaut zwischen den Generationen und den verschiedenen Kulturen, ob durch Treffen mit ausländischen Frauen, Besuchen in den Seniorenheimen, Grillfeste und Weihnachtsfeiern. Bei den Festen hätten sich die SPD-Frauen immer der Unterstützung durch die Männer des Ortsvereins sicher sein können. Peter Danninger würdigte als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins den Einsatz von Elisabeth Kolleng. "Sie ist seit 19 Jahren das Gesicht der AsF in Auerbach", sagte er. Als langjähriges Mitglied im Stadtrat sei sie eine kompetente Ansprechpartnerin in den Bereichen Familie und Soziales gewesen. Unzähligen Kindern im Hort habe sie Hilfe, Unterstützung und konsequente Erziehung angedeihen lassen. Der anstehende Wechsel an der Spitze sei nicht nur für den Ortsverein von Bedeutung.

"Ein Stück weit neidisch"

Als eine Erfolgsschichte wertete Dritter Bürgermeister Norbert Gradl die Entwicklung der AsF. Alle anderen Parteien seien ein Stück weit neidisch auf diese engagierte Gemeinschaft, die nach der Ära Kolleng nun eine neue Führung bekomme. Als besten Beweis, dass die Arbeit der AsF honoriert werde, führte Gradl die Tatsache an, dass es der SPD seit 30 Jahren als einziger politischen Kraft gelinge, kontinuierlich eine Frau im Stadtrat zu haben. Den momentanen Höhenflug der Grünen schrieb Gradl zum Großteil jungen Wählern zu, denen die Umweltpolitik nahe liege. Auch die SPD sei hier eine kompetente Kraft, erinnerte Gradl an den SPD-Landrat Schuierer, der im Landkreis Schwandorf gegen die Errichtung der WAA kämpfte, oder an den Einsatz der Partei für den Atomausstieg. Die Welt bestehe aber aus mehr als nur dem Thema Umweltschutz. Auch andere Probleme - zum Beispiel der Mangel an bezahlbarem Wohnraum - verlangten Lösungen. "Auch in der SPD wird nachhaltige Politik gemacht", machte sich Gradl Hoffnungen, die jungen Wähler "nach entsprechender Reife" noch für die SPD zu gewinnen: "Auch die Tomate ist anfangs grün."

AsF Auerbach:

Neuwahlen

Vorsitzende: Brigitte Bradl Stellvertretende Vorsitzende: Angelie Leißner Schriftführerin: Anke Griesbeck Beisitzerinnen: Gabi Ott, Elfriede König, Herta Süssner und Eva Goß.

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