Auerbach
21.09.2026 - 17:32 Uhr

Gefahrgutübung von Feuerwehren und BRK in Auerbach

Feuerwehren und das BRK aus Amberg-Sulzbach sowie Neuhaus an der Pegnitz führten eine umfangreiche Gefahrgutübung auf dem Gelände der ZF Friedrichshafen AG in Auerbach durch. Die Übung bot realistische Szenarien und wertvolle Erfahrungen.

Am Samstag, 12. September, haben Feuerwehren und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach sowie die Feuerwehr Neuhaus an der Pegnitz eine umfangreiche Gefahrgutübung auf dem Gelände der ZF Friedrichshafen AG in Auerbach durchgeführt. Um 13.46 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einer verletzten Person alarmiert, die beim Entladen eines Stückgut-Lastwagens verunglückt war.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die angenommene Lage: Auf dem Verladehof wurde ein mit mehreren Behältern beladener Stückgut-Lastwagen vorgefunden, aus denen teilweise unbekannte Stoffe austraten. Unter einem der Behälter befand sich die verunglückte Person. Bereits zehn Minuten nach Übungsbeginn gingen die ersten Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen zur Erkundung und Beurteilung der ausgetretenen Stoffe vor.

Zahlreiche Aufgaben

Die Feuerwehr hatte zahlreiche anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen, darunter die Identifikation unterschiedlicher Gefahrstoffe und die Beurteilung ihrer Eigenschaften sowie möglichen Reaktionen. Die Vielzahl und Kombination der im Übungsszenario dargestellten Stoffe diente der realitätsnahen Darstellung eines möglichen Gefahrgutereignisses. Um jegliche Gefährdung auszuschließen, kamen als austretende Stoffe ausschließlich präparierte ungefährliche Substanzen, meist Wasser, zum Einsatz.

Ein Dekontaminationsplatz mit Schleuse wurde aufgebaut und betrieben, der Brandschutz sichergestellt sowie verschiedene Abdichtungs- und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die Einsatzleitung der Feuerwehr lag beim Kommandanten der Feuerwehr Auerbach, unterstützt durch den Fachbereich Gefahrgut, die Drohnengruppe aus Kümmersbruck und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach.

Übung für Ernstfall

Das BRK übernahm während der Übung die Triage und Versorgung von insgesamt 19 betroffenen Personen, die entweder direkten Stoffkontakt hatten oder entsprechende Reizungen zeigten. Zudem stellte das BRK die Verpflegung der eingesetzten Einsatzkräfte sicher.

Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf reale Einsatzlagen. Sie ermöglichen es den Einsatzkräften, Einsatzabläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren, die Zusammenarbeit verschiedener Einheiten zu festigen und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln.

Bürgermeisterin Birgit Barth, Kreisbrandrat Christof Strobl sowie Wolfgang Röhrer, Leiter Umwelt und Sicherheit am ZF-Standort Auerbach, lobten die professionelle Zusammenarbeit und bekundeten höchste Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten für ihren ganzjährigen Einsatz und die Bereitschaft, einen kompletten Samstagnachmittag für eine Übung zu investieren.

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