Für Vorsitzenden Franz Müller und Jugendleiter Helmut Bader, zugleich auch Ausstellungsleiter, brachte das zu Ende gehende Zuchtjahr damit doppelte Freude, denn auch die erreichten Bewertungsergebnissen bei der Lokalschau am Wochenende können sich wieder sehen lassen (siehe nebenstehenden Artikel "Zum Thema".
Erneut habe sich der Kaninchenzuchtverein als kleiner, aber reger Verein erwiesen und nicht nur eine ansehnliche Ausstellung auf die Beine gestellt, durch den Zuchtstand auf hohem Niveau. Dass sich bei einigen Rassen der Erfolg noch nicht so eingestellt hat, führte der Vorsitzende auf Schwierigkeiten zurück, sehr gute Ausgangstiere für die Zucht zu bekommen. "Wir können alle daraus nur dazu lernen und möglichst im nächsten Jahr besser machen."
Kritikern, die Kaninchenzüchter beanstanden, selbst aber von Tierhaltung und geordneter Zucht keine Ahnung haben, hielt er entgegen: "Wir Rassekaninchenzüchter kennen schon aus Liebe zum Tier die tierschutzrechtlichen Bestimmungen und halten sie auch ein."
Mitbürgern mit Sprüchen wie "Na, ihr Hoserer, was macht ihr schon in Sachen Tierschutz, sperrt die Tiere einzeln ein", hielt er entgegen: "Wer so etwas sagt, hat von planmäßiger Tierzucht keine Ahnung und sollte lieber den Mund halten." An sie erging seine Einladung, sich vor Ort von der artgerechten Haltung zu überzeugen.
"Kaninchenzüchter sind Menschen wie du ich, die Freude an schönen Tieren haben, und einen Teil ihrer Freizeit damit verbringen, Rasse zu züchten, zu pflegen und nach optimalen tierschutzrechtlichen Vorgaben zu erhalten und festigen." Festigen und pflegen sei auch Bestreben im Zusammenleben innerhalb der Gemeinschaft. Neidgefühle gegenüber erfolgreichen Züchtern dürfen nicht aufkommen.
Müller hob auch den Beitrag zum Umweltschutz hervor: "Durch unser gezieltes Züchten erhalten und verbessern wir Rassen." Nicht zu vergessen bilde die Rassekaninchenzucht auch eine Brücke und Verbindung zu den Generationen."
In einem Blick zurück in der 86-jährigen Geschichte des Vereins verwies er auf die damalige Bedeutung der Kaninchenzucht, wonach Fleischerzeugung und Pelzveredelung im Vordergrund standen. Während das als gesund geltende Fleisch noch heute ein gefragtes Nahrungsmittel sei, ist die Pelzveredelung heute verpönt. "Anstatt die qualitativ sehr guten Felle zu gerben und zu hochwertigen Pelzgegenständen zu verarbeiten, müssen wir sie wegwerfen." Auch in seiner Funktion als Zuchtwart zeigte sich Müller über die ausgestellte Tierzahl hoch zufrieden. "Mit einem so hervorragenden Tiermaterial kann sich unser Verein überall sehen lassen."
Für Dritten Bürgermeister Norbert Gradl gab es keinen Zweifel darüber, dass von den Züchtern großer Wert darauf gelegt werde, dass die Tiere hier artgerecht leben könnten. Das Ergebnis könne nur dann stimmen, wenn die Tiere gesund sind, und nur gesunde Tiere seien schön. "Die Zucht generationenübergreifend zu betreiben, wird hier praktiziert: vom Opa bis zum Enkel."
Im Mittelpunkt stehe nicht nur der Erfolg, sondern die Liebe zum Tier, insbesondere bei den Kindern. Die Stadt Auerbach unterstütze gerne diese Arbeit. Gradl lobte die gute Nachbarschaft mit den Geflügelzüchtern, die immer noch funktioniere und so die Nutzung deren Ausstellungshalle ermögliche. Auf Wunsch der Züchter wurden Preise in Form von Kaninchenfutter, gesponsert durch den Landhandel Regn, vergeben.













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