26.08.2018 - 17:24 Uhr
AuerbachOberpfalz

Gottes Ruf vernommen

Eine selten große Feierlichkeit stellt die Einkleidungs- und Professfeier bei den Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in der Mutterhauskirche "Mariae Himmelfahrt" dar. Fünf junge Frauen bekennen sich zur Nachfolge Christi im Ordensleben.

Nach dem Gottesdienst stellte sich die versammelten Geistlichkeit mit den Ordensfrauen zum Gruppenbild.
von Autor SCKProfil

Ihr Bekenntnis zu den evangelischen Räten nahmen Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg und die Generaloberin der Congregation der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau Schwester M. Anezka Bednarova aus Königgrätz/Tschechien entgegen.

Anteil an diesem bedeutsamen Schritt der fünf jungen Frauen mit ihrem unterschiedlichen individuellen Werdegang nahmen ihre Familien, Verwandte und Freunde wie auch ihre Ortsgeistlichen. Durch die ebenfalls eingeladene Bevölkerung von Auerbach und Umgebung füllten sich die Bänke.

Zu feierlichen Orgel und Trompetenklängen zogen die "weißen Mädchen" mit dem Kreuz gefolgt von den fünf jungen Frauen, den Ordensoberen, von mehr als 20 Konzelebranten und Erzbischof Ludwig Schick zum Altar. Dort traten die beiden Postulantinnen Franziska Gresik aus Bayreuth und die Zahnärztin Dr. Ida-Maria Kastner aus Mödishofen bei Augsburg vor den Erzbischof und bekräftigten ihre Bitte um Aufnahme ins Noviziat der klösterlichen Gemeinschaft der Schulschwestern mit deutlich vernehmbaren Worten.

Bei der Einkleidung erhielten sie aus den Händen des Bischofs das Ordenskleid, das Stundenbuch und den Rosenkranz. Als Novizinnen eingekleidet, nahmen sie ihren Ordensnamen an. Franziska Gresik heißt künftig Schwester Maria Veronika und Ida-Maria Kastner wird Schwester Ida-Maria gerufen. Ein Dankgebet an Gott für ihre Berufung beendete die Einkleidungszeremonie.

In der Messe folgte das Glorialied des Schwesternchores und nach der Lesung aus dem Alten Testament traten Schwester Hannah und Schwester Esther vor den Erzbischof und erklärten sich bereit, die zeitlichen Ordensgelübde abzulegen. Damit beendeten sie ihr zweijähriges Noviziat. Vor dem Oberhirten der Diözese und vor der Generaloberin gelobten sie im Ordensgelübde nach den drei evangelischen Räten für drei Jahre Armut, Keuschheit und Gehorsam.

Garten und Ausbildung

Die 29-jährige Sr. M. Hannah, gebürtig aus Mindelstetten, ist in der Ordensgemeinschaft mit Arbeiten im Garten und bei den Bienen betraut, die 22-jährige Sr. M. Esther, gebürtig aus Kärnten, wird die Ausbildung zur Erzieherin beginnen. Monsignore Karl Ellmann trug die Lesung aus dem Lukas-Evangelium vor, in dem die Worte Jesu verkündet wurden: "Selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen."

In seiner Predigt ging Schick ein auf die Echtheit und Authentizität, die wichtig sind beim Eintritt ins Noviziat, beim Ablegen der zeitlichen Gelübde und vor allem bei dem Gelöbnis für ein Leben nach den evangelischen Räten auf Lebenszeit. Diese Selbstprüfung verlangte auch der heilige Ordensgründer Franziskus vor dem Ordenseintritt: "Wenn es Dir gut tut, dann komm!"

Bezugnehmend auf Jesu Worte: "Selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen", wandte er sich an die Professinnen: "Sie haben es gehört und gespürt."

Nach der Predigt folgte die ewige Profess von Schwester M. Faustina. Die 30-jährige Referendarin für das Lehramt in Deutsch und Religion an Gymnasien verpflichtete sich mit diesem unwiderruflichen Schritt auf Lebenszeit zum Leben in der klösterlichen Gemeinschaft.

Nach der Ablegung der Profess sprach der Erzbischof ein langes Segensgebet. Zum Zeichen der endgültigen Bindung erhielt die Professin den Ring und den Brautkranz.

Zeitliche Profess mit (von links) Provinzoberin Sr. Lucilla, Sr. Hannah, Generaloberin Sr. Anezka und Sr. Esther.

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